Jahreshauptversammlung am Samstag, 25. März 2017 in Wolfach

Einladung zur Jahreshauptversammlung am Samstag, den 25. März 2017 um 16 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Wolfach
Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Jahresbericht Deutschland 2016
3. Jahresbericht Haiti 2016, inkl. Bericht über die Aktivitäten nach dem Hurrikan
4. Kurze Bildpräsentation
5. Kassenbericht 2016
6. Geplante Aktivitäten Deutschland 2017
7. Geplante Aktivitäten Haiti 2017
8. Vorstandswahl
9. Verschiedenes

Wir möchten Sie über unsere Aktivitäten im Jahr 2016 informieren und laden Sie herzlich zu unserer Jahresversammlung ein. Wir würden uns freuen, wenn auch diesmal wieder viele Interessierte kommen würden. Das Protokoll der Versammlung können Sie anschließend bei uns anfordern oder im Internet nachlesen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Herzliche Grüße
Dr. Anke Brügmann

Rundbrief Februar 2017

Februar 2017 – Liebe Freunde, Mitglieder, Paten und Spender,
ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr liegt hinter uns, das sehr stark durch den schweren Hurrikan im Oktober geprägt war.

Danke
Als Erstes bedanken wir uns sehr herzlich für die überwältigende Spendenbereitschaft so vieler Mitglieder und Freunde, durch deren Unterstützung die Hilfe in Beaumont erst möglich ist!

Lage nach dem Hurrikan
7 Jahre nach dem verheerenden Erdbeben und gut 100 Tage nach dem Hurrikan ist in Haiti wenig zu sehen von Wiederaufbau oder einem guten Neustart. Der Inselstaat in der Karibik ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre, drei Viertel der Haitianer leben von weniger als zwei Dollar am Tag. Es gibt Hunger und Mangelernährung. Aus den Schlagzeilen ist Haiti weitgehend verschwunden und dennoch brauchen die Menschen dort nach wie vor Hilfe.
Kurz vor dem Hurrikan reiste Dr. Anke Brügmann nach Beaumont und hilft seither an sehr vielen Stellen, wobei das Leben vor Ort weiterhin sehr mühsam und beschwerlich ist. Die Folgen des Wirbelsturms werden die Menschen noch eine Weile beschäftigen und Hilfe von außen wird dringend benötigt, weil es vor Ort nicht immer möglich ist, alles Lebensnotwendige zu beschaffen.
Die neue Halle (Schäden am Dach konnten sofort von den Ingenieuren aus Karlsruhe repariert werden) war nach dem Hurrikan der einzige trockene Platz für viele, da auch unsere Gebäude und die der ganzen Stadt vom Wirbelsturm zerstört worden sind. Da auch die landwirtschaftlich genutzten Flächen verwüstet und alle Bäume in der Region umgerissen wurden, ist inzwischen die Beschaffung von frischen Lebensmitteln ein großes Problem.
Eine Mail von Dr. Anke Brügmann vom Januar gibt diese Lebenssituation teilweise wieder: „Konserven gibt es: Büchsenmilchdöschen, Fischkonserven (ich kann sie nicht mehr sehen), und Tomatenmark. Das war’s. Saftflaschen kaufen wir hier oft, ist bestes Plastik drin und so schmeckt’s auch. Glaube nicht, dass da ein Molekül Frucht drin ist. Mittlerweile schaffen wir es, sehr teuer aus der nächsten großen Stadt ein paar Pampelmusen zu ergattern, das reicht dann für jedes Waisenkind einmal in der Woche einen halben Becher Saft. Für die Schüler hatten wir Pampelmusen im Neujahrspaket, hat ein Vermögen gekostet.“
Unser Verein mit Anke Brügmann an der Spitze mit Helfern vor Ort hat seit Oktober Hilfe geleistet bei der schnellen Versorgung von Kranken und Verletzten (das kleine Zelt- Krankenhaus auf unserem Gelände wird immer noch benötigt). Es wurde die gerechte Verteilung von Lebensmitteln organisiert, die
von anderen Organisationen per Hubschrauber gebracht und von unseren Leuten portioniert, verteilt und auch in abgelegene Dörfer transportiert wurden. Wir leisteten Hilfe beim Dachdecken, damit die Menschen wieder einen trockenen Platz zum Leben finden.
Neben der vielen Arbeit in unserem Waisenhaus und Schule ist es auch wichtig, die Hilfe in der Stadt Beaumont und der Region in den Bergen weiterzuführen, da die Bauern immer noch hungern, immer noch viele obdachlos sind, und ihnen ihre Lebensgrundlage entzogen wurde.

Bauarbeiten
Im letzten Jahr gab es gute Baufortschritte auf dem neuen Gelände in Fontrankil durch die Hilfe der EWB aus Karlsruhe. Neben der Aula samt Nebengebäuden steht mittlerweile auch ein Vorschulgebäude.
Vorschulgebäude, das durch das Crowdfunding finanziert wurde. Es hielt dem Hurrikan stand.
An den anderen drei Vorschulhäusern wird gerade weitergebaut. Ende des Jahres konnte auch die lang ersehnte Solaranlage auf der neuen Halle installiert werden, so dass wir endlich auch Strom auf dem neuen Gelände haben.
Durch den Hurrikan mussten die Bauarbeiten im Herbst leider unterbrochen werden. Seit Januar 2017 sind aber verstärkt wieder Studenten bei uns vor Ort. Als nächstes stehen der Bau der Wohnhäuser und der Kantine an. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir die Studenten für dieses große Bauvorhaben gewinnen konnten. Wie solide sie bauen hat der Hurrikan Matthew gezeigt. Ihre Gebäude haben standgehalten.
Auch von dieser Stelle herzlichen Dank für das große Engagement der Studenten!

Schule
Unsere Schule besuchen derzeit 346 Schüler. Wieder mussten zahlreiche Kinder abgewiesen werden, weil wir weder genug Räume noch Lehrer für alle haben. Der Unterricht findet zum Teil in den noch im Bau befindlichen neuen Gebäuden statt. Die alten Schulgebäude wurden zum großen Teil zerstört.
Die Schulspeisung unserer Schüler wurde auf 5 Tage ausgeweitet, damit sie wenigstens an diesen Tagen eine warme Mahlzeit zu essen bekommen.
Jetzt nach den Zerstörungen durch den Hurrikan brauchen unsere Schule und die Schulen der Umgebung neues Schulmaterial, weil alles zerstört und durchnässt wurde. Auch da hilft Pwojè men kontre bei anderen Schulen mit Leihmaterial aus.

Waisenhaus
Der Hurrikan hat das Waisenhaus stark beschädigt. Einige Gebäude konnten notdürftig wieder soweit gerichtet werden, dass sie wieder benutzbar sind. So schlafen, mehrere Kinder in einem Bett und alles ist sehr beengt. Insgesamt beherbergen wir 75 Waisenkinder. Die jüngsten Kinder sind bereits in der neuen Anlage untergebracht. Sobald Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, werden weitere Gruppen auf das neue Gelände umziehen.

Landwirtschaft
Wir haben eine Saatgutbestellung zusammengestellt, sowohl für die Bevölkerung als auch für Menkontre. Am schlimmsten sind die abgelegenen Bergdörfer dran, die oft keine Hilfe abbekommen. Dort kann Gemüse wachsen, für das es in Beaumont zu heiß ist. Ab Januar 2017 werden wir wieder an der Menkontre- Landwirtschaft arbeiten und versuchen, die durch den Hurrikan entstandenen Zerstörungen zu beseitigen. Auch ein Aufforstungsprogramm wird von uns durchgeführt zum Schutz der Trinkwasserquellen, mit denen vor dem Hurrikan die ganze Stadt versorgt wurde, und die auch unsere neuen Einrichtungen versorgen sollen.

Arbeit unseres Vereins
Auf unserer Homepage unter www.menkontre.de können Sie sich immer wieder über die Arbeit von Pwojè men kontre in Haiti, aber auch Aktionen in Deutschland informieren. Auch den Link zum Interview des HR per Skype mit Dr. Anke Brügmann finden Sie dort. In Deutschland arbeitet der Verein weiterhin ehrenamtlich, die Gelder fließen in die Arbeit in Beaumont und unterstützen, auch durch die Gehälter dort, viele Menschen und geben ihnen eine Lebenschance.
Nochmal ein sehr herzliches Danke an alle, die vor Ort mitgearbeitet haben – allen voran sind da die Engineers without borders (EWB) vom KIT aus Karlsruhe zu nennen – und auch allen Spendern und Helfern in Deutschland, die die finanzielle Basis für die Arbeit in Haiti bilden.

Vorstand vor Ort in Haiti
Anke Brügmann war im Jahr 2016 fast 40 Wochen in Haiti. Besonders nach dem Hurrikan war ihre Arbeit vor Ort enorm wichtig, aber auch sehr anstrengend. Im Sommer waren auch die Vorstandsmitglieder Jörg Wulle und Stefan Willeitner wieder in Haiti und haben wertvolle Unterstützung geleistet.

Helfer für Haiti gesucht
Wir sind weiter auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern für Haiti vor Ort. Wenn Sie oder jemand aus Ihrem Bekanntenkreis Fachkenntnisse zum Beispiel aus den Bereichen Pädagogik, Landwirtschaft oder Medizin hat und sich vorstellen kann, für einen gewissen Zeitraum mit einem etwas einfacheren als dem mitteleuropäischen Lebensstandard auszukommen, wäre das vielleicht etwas für Sie. Sehr hilfreich wären hierbei französische Sprachkenntnisse. Bei Interesse schreiben Sie uns bitte eine Mail oder sprechen uns auf unserer Hauptversammlung an.

Spendenbescheinigungen
Die Spendenbescheinigungen werden per Post versendet. Falls Sie Fragen dazu haben oder eine Bescheinigung fehlen sollte, wenden Sie sich bitte direkt an unsere Kassiererin Ingrid Bräutigam, Tel. 07834/47105, Email: ingrid.braeutigam@t- online.de. Manchmal sind die Spenden auf den Kontoauszügen nicht eindeutig zuzuordnen, da nur die Angaben und Adressen im Feld „Verwendungszweck“ von den Banken weitergeleitet werden.

Rundbriefe per Email
Einfache Briefe verschicken wir während des Jahres gerne kosten- sparend als E-Mail. Vielleicht können wir Ihre Mailadresse noch ergänzen, sie wird vertraulich behandelt.

Herzliche Grüße
Ute Arndt, Schriftführerin; Ingrid Bräutigam, Kassiererin; Stefan Willeitner, Beisitzer; Jörg Wulle, Beisitzer

Das Benefizkonzert ist am 12. Februar um 17 Uhr im Jagdschloss Bickenbach.

Benefizkonzert im Jagschloß Bickenbach für Kinder in Haiti

Januar 2017 – Ein Benefizkonzert zu Gunsten des durch die deutsche Ärztin Dr. Anke Brügmann gegründeten Vereins „Pwoje men kontre“ Deutschland-Haiti e.V. findet am Sonntag, den 12. Februar, um 17 Uhr im Jagdschloss Bickenbach an der Bergstrasse statt. Der Erlös des Konzertes kommt dem im Oktober des letzten Jahres durch den verheerenden Hurrikan zerstörten Waisenhaus des Vereins auf Haiti zu Gute. Der Cellist Raffi Geliboluoglu hat sich die Entdeckung und Aufführung von zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Werken aus Barock und Romantik auf seine Fahnen geschrieben. „Zu Unrecht vergessen!“, so lautet der Titel seines Konzertes, auf dessen Programm Namen von Komponisten wie Johann Adam Birkenstock, Georg Goltermann, Robert Fuchs, Julius Klengel und Philipp Scharwenka stehen. Raffi Geliboluoglu wird von Dorothee Krost-Vogel am Flügel begleitet. Die ehemalige hr2-Musikredakteurin Susanne Schaeffer moderiert das Konzert. Der Eintritt ist frei; Spenden werden erbeten.
Am Samstag, dem 25. Februar 2017, um 20 Uhr findet das Benefizkonzert auch im Kurfürstensaal in Heppenheim statt.

In größter Not entschloss sich Anke Brügmann, eine Hausgeburt im Heim zu riskieren. Nach 17-stündiger Entbindung konnte das kleine Mädchen dann zur Welt gebracht werden.

Spontane Hausgeburt bei Pwojè men kontre

Januar 2017 – Unsere Vereinsvorsitzende Anke Brügmann berichtet von einer spontanen Hausgeburt, die glücklicherweise gut abgelaufen ist:
Das Foto zeigt das Ergebnis von 17-stündiger-Non-Stop-Arbeit unserer hochschwangeren Julianne. Normalerweise würde ich keine Entbindung bei einem 16-jährigen Mädchen hier im abgelegenen arztlosen Beaumont riskieren, aber es war gestern abend weit und breit kein Auto auftreibbar, da haben wir dann doch eben alles selbst machen müssen. Die Kleine mit dem großen Kopf war nach der langen Geburt geschwollen, schlaff und wollte zuerst nicht atmen, aber wir haben das schnell in den Griff bekommen.
Danach waren die junge Mutter und ich als Geburtshelferin erst einmal ziemlich platt und müde, und so habe ich mal wieder nicht die ganzen administrativen Sachen geschafft, die ich mir vorgenommen hatte. Stattdessen musste ich erst einmal Blut und die Plazenta beseitigen. Trotzdem waren wir alle glücklich, daß wir es ohne Komplikationen geschafft haben.
Herzlichen Gruß, Anke

Trotz aller Schwierigkeiten hat unser Verein den Schulunterricht wieder aufgenommen. Auch darüber berichtet Anke Brügmann im Radio-Interview mit hr-info.

Radio-Interview auf hr-info mit Anke Brügmann über die Lage in Beaumont

Januar 2017 – Sieben Jahre nach dem verheerenden Erdbeben von 2010 und rund 100 Tage nach dem verheerenden Hurrikan Matthew ist die Lage in Haiti in vielen Landesteilen noch immer katastrophal. Der hessische Rundfunk hat sich nun die Mühe gemacht, bei unserer Vereinsvorsitzenden Anke Brügmann vor Ort in Haiti nachzufragen, wie sie die schwierige Lage bewältigt. Nach einigen Schwierigkeiten hat hr-info-Reporter Stefan Bücheler sie per Telefon erreicht und ein ausführliches Gespräch mit ihr geführt.

Hier die Ankündigung des Interviews auf der hr-info-Webseite:
“Ich sehe leider immer noch Verwüstung”

Sieben Jahre nach dem verheerenden Erdbeben und 100 Tage nach dem Hurrikan Matthew ist in Haiti wenig zu sehen von Wiederaufbau. Aus den Schlagzeilen ist der Karibikstaat weitgehend verschwunden, aber wir von hr-iNFO haben das Land nie aus den Augen verloren. Unser Reporter hat mit der deutschen Ärztin Anke Brügmann gesprochen, die seit Jahren vor Ort ist und hilft.

Sie können das Interview hier auf der Homepage von hr-info anhören oder als MP3-Datei herunterladen.

Viele Schulen unterstützen mit vielen tollen Aktionen unsere Arbeit, wie hier die Michael-Friedrich-Wild-Grundschule in Müllheim.

Schulen unterstützen unsere Arbeit in Haiti

Januar 2017 – Seit dem Hurrikan Matthew hat es in vielen Schulen Aktivitäten zur Unterstützung der Kinder unseres Projektes gegeben. Hier Beispiele für die enorme Hilfsbereitschaft:

In Müllheim wurden die Schüler der Michael-Friedrich-Wild-Grundschule in einer Schulversammlung ausführlich über die Lage in Beaumont informiert. Daraufhin haben die Schüler verschiedene Aktionen gestartet, wie zum Beispiel Brezelverkauf, Straßenmusik, Flohmarkt und Kuchenverkauf. Es wurde auch die Bevölkerung über die Presse zu Spenden aufgerufen und in einem Familiengottesdienst für Haiti gesammelt.

Die französische Schule in Tübingen unterstützt unseren Verein schon länger regelmäßig durch verschiedene Aktionen. Im November hat sich die Schule erfolgreich bei einem Wettbewerb der Spardabank beteiligt, um Geld für unser Projekt zu bekommen. Eine Lehrerin der Schule hat sich auch dafür eingesetzt, dass der Tübinger Club Voltaire eine Tanzbar zugunsten unseres Vereins veranstaltet hat.

Auch die Grundschule Lindenhof und die Gutenbergschule Bochingen in Oberndorf spenden regelmäßig für Haiti. Unter anderem fand in der Vorweihnachtszeit ein Kartenverkauf statt.

Das Robert-Gerwig-Gymnasium in Hausach veranstaltete ein Adventssingen zum Thema „Frieden“ und hat die Hälfte des Erlöses an Pwojè men kontre gespendet. Auch beim Weihnachtskonzert der Eichrodtschule in Lahr wurde über unser Projekt informiert und Spenden gesammelt.

Den Erlös ihres Weihnachtsbazars spendeten die Gemeinschaftsschule Hotzenwald in Rickenback und die Schule am Limberg in Wallerfangen.

Die Grundschule in Biberach spendete für die Schulkantine in Haiti. In der Heinrich-Drake-Realschule in Detmold und in der Realschule Plus in Adenau gab es verschiedene Spenden-Aktionen einzelner Klassen.

Bereits früher im Jahr wurden wir von der Grundschule Altenmünster in Crailsheim durch einen Spendenlauf und von der Burgfeldschule in Sachsenheim unterstützt.

Die Hilfe von Schülern für Schüler ist ganz besonders wertvoll. Wir bedanken uns bei allen Schulen, die uns in irgendeiner Weise unterstützen. Herzlichen Dank an alle Schüler, Lehrer und Eltern.

Bitte teilen Sie uns für den Versand der Spendenquittungen und des jährlichen Rundbriefes Ihre Email-Adresse mit. So können wir Portokosten sparen.

Spendenbescheinigungen und Rundbrief für 2016

Januar 2017 – Allen Spendern, die uns im Jahr 2016 unterstützt haben, sagen wir ein ganz herzliches Dankeschön. Da unser Vorstand ausschließlich ehrenamtlich arbeitet, benötigen wir für die Ausstellung aller Spendenbescheinigungen noch etwas Zeit.
Von vielen Spendern haben wir leider keine Postanschrift. Diese wird uns von der Bank nur dann mitgeteilt, wenn diese im Verwendungszweck angegeben wurde. Falls Sie eine Spendenbescheinigung benötigen und Ihre Adresse noch nicht mitgeteilt haben, können Sie diese gerne jetzt noch nachträglich unserer Kassiererin unter folgender Email-Adresse senden:
Die Spendenbescheinigungen werden von uns per Post versandt. Den Rundbrief für 2016 werden wir per Email versenden, sofern uns Ihre Email-Adresse bekannt ist. Den Spendern, von denen uns keine Email-Adresse vorliegt, senden wir die Spendenbescheinigung zusammen mit unserem jährlichen Rundbrief Ende Februar per Post zu. Dies trägt zu einer Minimierung unserer Portokosten bei.
Wenn Sie Fragen zu Ihrer Spendenquittung haben, wenden Sie sich bitte direkt an unsere Kassiererin Ingrid Bräutigam unter der obigen Email-Adresse.

Noch immer kommen in Folge des Hurrikans Matthew (das Foto entstand kurz danach) neue Patienten, obwohl Anke Brügmann große Mühen hat, sie zu versorgen.

Weihnachten und Jahreswechsel in Haiti: Viel Arbeit und immer wieder neue Patienten

Hallo alle zusammen,

ich möchte mich bei allen ganz herzlich bedanken, die uns so aktiv von Deutschland aus unterstützen. Es ist immer viel Arbeit: Die Kinder wollen dringend ein bisschen Ferien haben, sie halten einen ständig auf Trab. Unser Haushalt besteht immer noch aus unsortierten Pappschachteln, mein Team war über Weihnachten kaum verfügbar, Termine werden sowieso nicht eingehalten, alle Aktivitäten müssen irgendwie bedient werden. Es gibt viel Ärger mit dem Personal, ständig muss ich Patienten versorgen.
Der Computer stürzt alle paar Minuten ab, ein bisschen wackeln genügt, so daß ich kaum arbeiten kann. Die Zahl der unbeantworteten Mails ist auf über 400 angestiegen, obwohl ich ständig versuche, daran zu arbeiten. Unter dem Strich keinerlei Weihnachtsstimmung. Ein bisschen Erleichterung habe ich, weil ich in ein Zelt gezogen bin und so ein wenig aus der Schusslinie bin, aber da habe ich natürlich keinen Strom. Wasser haben wir sowieso nicht.
Das Hausdeckprogramm ist voll im Gange und ein Segen für die Bevölkerung, wir sind etwa bei 50 und wir sparen wo wir können, damit wir mehr als 200 mit dem Budget schaffen. Wir packen Ferienkits für unsere Schüler, haben 1000 Wolldecken in Port au Prince gekauft, planen Saatgutverteilungen für Januar, wir nehmen die Einzäunung der acht Kawo Aufforstungsland in Angriff.
Vor ein paar Tagen habe ich einen kleinen Jungen aus einem abgelegenen Dorf geholt, dessen geisteskranke Mutter ihn verprügelte. Viele Schulen wollen im Januar wieder aufmachen und wie geplant helfen wir bei dem Ersatz des verlorenen Schulmaterials, indem wir Hefte kaufen und eine Ausleihbank für Schulbücher einrichten.
Immer wieder versuche ich, das seit dem Zyklon bestehende kleine Krankenhaus im Zelt zu schließen, weil ich keine Zeit habe, aber es gelingt mir nicht. Im Moment habe ich einen Jungen mit Typhus im Zelt.

Herzliche Grüße, Anke

Beim Schlosshof-Advent in Wolfach, den die Landfrauen ermöglicht haben, kamen 366 Euro an Spendengeldern zusammen. Der Bauhof der Stadt Wolfach kümmerte sich um den Auf- und Abbau des Marktstandes. Neben Selbstgebasteltem wurden auch adventstypische Leckereien zum Verkauf angeboten.

Lebkuchen für Haiti

Dezember 2016 – Bei verschiedenen Advents-Aktionen haben freundliche Unterstützer unseres Vereins Geld für die Menschen in Haiti gesammelt. Beim Schlosshof-Advent in Wolfach, den die Landfrauen ermöglicht haben, kamen 366 Euro an Spendengeldern zusammen. Ein Dankeschön geht an den Bauhof der Stadt Wolfach fürs Auf- und Abbauen des Marktstandes. Bei einer Geburtstagsfeier kam eine Spende von 100 Euro zusammen und beim Adventskranzverkauf in Schambach eine weitere Spende über 67,50 Euro für Lebkuchen. Am 1. Advent konnten beim Kirchkaffee nach dem Gottesdienst in der evangelischen Kirche Wolfach 205 Euro eingenommen werden. Unser Dank gilt Pfarrer Voß für die Möglichkeit, im Gemeindezentrum für Pwoje Men Kontre verkaufen zu können.

Pressemitteilung und Hilfeaufruf zu den Schäden durch Hurrikan Matthew

Hurrikan Matthew zerstört Waisenhaus und schulische Einrichtungen in Beaumont – Aufgrund der katastrophalen Notlage wird Ihre finanzielle Hilfe dringend benötigt

13. Oktober 2016 – Die aus Wurmlingen stammende Dr. Anke Brügmann (1. Vorsitzende des Vereins Pwoje men kontre – Haiti Deutschland e.V.) betreibt seit 2002 ein Waisenhaus für aktuell 75 Kinder, und eine Schule mit rund 300 Schülern in Beaumont/Haiti. Weitere Infos, die ständig aktualisiert werden, gibt es auf der Homepage des Vereins: www.menkontre.de
Anke Brügmann war kurz vor dem Hurrikan am 3. Oktober 2016 in Beaumont angereist. Es hat bereits in Strömen geregnet. Ein Schulbetrieb war nicht mehr möglich. Der Zyklon Mathew ist mit Windgeschwindigkeiten von über 230 km/h über Beaumont gefegt und hat eine Schneisse der Verwüstung hinterlassen.
Am 11. Oktober 2016 ist es Frau Brügmann gelungen eine Mail an den Vorstand des Vereins zu schicken und zu berichten. Die gute Nachricht ist, dass die Kinder rechtzeitig evakuiert werden konnten und teilweise nur leicht verletzt sind. Sie sind nur notdürftig untergebracht, völlig durchnässt, haben alles verloren und benötigen längerfristig dringend sauberes Wasser, Nahrung und falls nötig medizinische Versorgung. Es besteht die Gefahr von Infektionen wie Erkältungen, Cholera etc.. Es gibt keinen Strom. Aufgrund der Umstände sind sie sehr mitgenommen.
Elf deutsche Ingenieure aus Karlsruhe waren bereits vor dem Sturm vor Ort, um auf dem neuen Gelände Baumassnahmen durchzuführen. Sie konnten sich in Sicherheit bringen und haben bis zu Ihrer Abreise Hilfe geleistet. Weitere Infos gibt es auf deren Homepage: www.EWB-Karlsruhe.de.
Es ist nicht bekannt ob Schüler und deren Familien verletzt oder getötet wurden. In der Umgebung von Beaumont gab es mehr als 100 Tote. Alles in Beaumont ist zerstört und verwüstet. Die Not ist sehr groß. Viele Menschen haben alles verloren.
Anke Brümann hat in der grossen Halle auf dem neuen Gelände Verletzte untergebracht und behandelt diese. Es mangelt an Medikamenten, Verbandsmaterial, Decken, Feldbetten, Nahrung, sauberem Wasser, Material zum Dachdecken etc..
Weitere schlechte Nachrichten sind:
Das Waisenhaus mit Nebengebäuden ist vollständig zerstört. Die Betonpfeiler am Gebäude sind wie Streichhölzer eingeknickt. Die Nebengebäude und die Schule sind sehr stark beschädigt. Die Bäume sind entwurzelt, entblättert, abgeknickt, die Pflanzungen und die landwirtschaftlichen Anlagen und Felder sind zerstört. Damit ist die komplette Ernte zerstört. Die Humusschichten sind vom Hurrikan verweht. Es sieht aus wie in einer Wüstenlandschaft. Es regnet immer noch sehr stark. Alles ist durchnässt. Es besteht die Gefahr von weiteren Erdrutschen. Die Straßen und Versorgungswege sind zerstört. Eine wichtige Brücke zur Hauptstadt von Haiti ist zerstört. Damit ist Beaumont und das Umland von der Versorgung und von der Hauptstadt völlig abgeschnitten. Es gibt keinen Strom.
Um die katastrophale Notlage zu überstehen und das Zerstörte längerfristig wieder aufzubauen, wird dringend um Ihre finanzielle Hilfe gebeten.
Im Voraus hierfür herzlichen Dank.

Sie können Spenden auf folgende Konten unseres Vereins überweisen:
Pwoje men kontre, Sparkasse Wolfach, IBAN DE07664527760010148072, BIC: SOLADES1WOf

Volksbank Kinzigtal, IBAN DE72664927000020012501, BIC: GENODE61KZT

Bankhaus J.Faisst: IBAN DE97664327000000049478, BIC: FAITDE66XXX