Zwei deutsche Zahnärzte behandeln die Kinder im Heim - manch kleiner Patient blickt bang auf die ungewohnten Instrumente Viele KInder erhielten von Zahnärztin Nina Schondelmaier zum ersten Mal eine Zahnbehandlung Nach getaner Arbeit freuten sich Zahnarzt Sebastian Engelhardt und die kleine Patientin gleichermaßen

Zahnbehandlung im Autositz

Januar 2013 –
Bei der jüngsten Haiti-Reise wurde Anke Brügmann von zwei deutschen Zahnärzten begleitet, Nina Schondelmaier, der Tochter von Vorstandsmitglied Fritz Schondelmaier, der auch selbst bei der Reise dabei war sowie dem Zahnarzt Sebastian Engelhardt und Vorstandsmitglied Günther Stuffler. Zunächst gab es Schwierigkeiten, die Zahnbehandlungsinstrumente zum Laufen zu bekommen. Beim Einstecken in die haitianische Steckdose blieb die Bohrmaschine stumm, der Anschluss passte nicht. Erst als Hugo Bazile und seine Mitarbeiter aus dem haitianischen Menkontre-Team einen Abend lang verschiedene Anschlussvarianten ausprobiert hatten, lief alles rund. Mit typisch haitianischem Improvisationstalent hatte Hugo bereits aus einem alten Autositz einen perfekten Zahnarztstuhl gebaut.
Leider gehen die Zahnbehandlungen nicht so schnell vonstatten, wie sich die Zahnärzte aus Deutschland erhofft hatten. Es zeigte sich nämlich rasch, dass schon die ganz kleinen Kinder sehr große Löcher in den Zähnen haben. Deshalb dauern die Behandlungen länger als gedacht. Es ist abzusehen, dass bei dieser Reise wohl nicht alle 300 Patienten behandelt werden können und möglichst bald wieder Zahnärzte mit nach Haiti kommen sollten, um auch die anderen Kinder und Jugendlichen behandeln zu können.

Vorstandsmitglied Günther Stuffler kümmerte sich vor Ort erneut um die Vermessung der Grundstücke. Eine große Unwägbarkeit beim weiteren Ausbau von Heim und Schule und einem möglicherweise nötigen Standortwechsel ist der Trassenverlauf der neu gebauten Nationalstraße. Derzeit gibt es keinerlei Anzeichen für eine Fortsetzung der Bauarbeiten. Somit können wir zwar Grundstücke erwerben und ihre Verwendung planen, es ist aber nicht möglich einen Spatenstich zu wagen.
Günther Stuffler meinte bei der Landbegehung, dass die Trassenführung durch das weiter entfernte Viertel Anba nan kafe eigentlich sinnvoller gewesen wäre, und dass es möglich sei, dass eine neue Firma die Situation vor Ort ganz anders einschätzen könne.
Anke Brügmann will noch einmal versuchen, mit dem Verkehrsministerium Kontakt aufzunehmen, um zu klären, wie der aktuelle Stand ist und ob es bei der bisherigen Trassenführung bleibt, die direkt am Heim vorbeiführen würde.