Der Vorstand des Vereins (von links): Dr. Gerd Brügmann, Stefan  Willeitner, Günther Stuffler, Sigrid Fridrich, Dr. Anke Brügmann, Ute Arndt, Mario Laroche, Georg Lehmann  (Dr. Fritz Schondelmaier fehlt).

Jahreshauptversammlung 2013

Protokoll der Jahreshauptversammlung des Vereins Pwojè men kontre Haiti-Deutschland e.V.
in Wolfach am Samstag, dem 9. März 2013 um 18 Uhr
im evangelischen Gemeindehaus Wolfach, Vorstadtstr. 22

Die Einladung der Mitglieder erfolgte fristgerecht.

TAGESORDNUNG

1. Begrüßung

2. Jahresbericht Deutschland 2012

3. Jahresbericht Haiti 2012

4. Kurze Bildpräsentation

5. Kassenbericht 2012

6. Geplante Aktivitäten Deutschland 2013

7. Geplante Aktivitäten Haiti 2013

8. Vorstandswahl

9. Verschiedenes

1: Begrüßung (Mario Laroche)
Mario Laroche eröffnet die Jahreshauptversammlung und begrüßt die Anwesenden. Er dankt der evangelischen Kirchengemeinde Wolfach für die unentgeltliche Nutzung des Gemeindesaals. Von der Presse ist Herr Buchta vom Offenburger Tageblatt anwesend, vom Schwarzwälder Boten kann aus Krankheitsgründen kein Vertreter kommen. Es sind 28 Mitglieder und 17 Interessierte gekommen.
(Anmerkung: wegen der Länge der Sitzung waren zum Zeitpunkt der Wahlen TOP 8 nur noch 25 Vereinsmitglieder anwesend.)
Herr Laroche stellt den Vorstand vor und entschuldigt Dr. Fritz Schondelmaier, der leider erkrankt ist. Als Gast vom SES ist Herr Alfred Barkow da, der zur Landwirtschaft in Beaumont berichten wird.
Auf Antrag wird unter TOP 9 Verschiedenes über den Vergleich der haitianischen mit der deutschen Satzung gesprochen.
Als Protokollführerin wird einstimmig Ute Arndt gewählt, die die Wahl annimmt (siehe Wahlprotokolle).
Das Sitzungsprotokoll und der Kassenbericht werden auf der Homepage des Vereins veröffentlicht.

2: Jahresbericht Deutschland 2012 (Ute Arndt)
Der Vorstand traf sich 5 Mal zu ausgedehnten, meistens ganztägigen Sitzungen und beriet sich, auch mit Experten, zu den verschiedenen Themen; vieles wurde aber auch zwischendurch über mails und per Telefon geregelt. Jeder hat in seinem Bereich viel gearbeitet: Kasse, Datenbank, Spenderkontakte, Organisation aller Art, Vorbereitung der Reisen und Arbeit der Helfer in Haiti – sehr zeitaufwändig! – , es gab Patenpost und Briefaustausch zwischen Schülern in Haiti und Deutschland, sowie 2 Rundbriefe bzw. –mails. Für die viele Arbeit mit den Patenschaften bedanken wir uns bei Christa Seck, Monika Kaspar und Milena von Zelewski sehr herzlich!
Die Homepage des Vereins wird weiter von Claus Schmalholz aus Hamburg betreut und kontinuierlich aktualisiert; es lohnt sich also, sie immer mal wieder anzuklicken.
Der zweite eigene Container wurde von Georg und Silvia Lehmann mit Helfern aus der Frauengemeinschaft Schapbach gepackt und auf die Reise geschickt und ist bereits in Haiti angekommen.
Inzwischen ist Anke Brügmann jedes Jahr lange in Haiti und setzt sich dort rund um die Uhr für unsere Projekte ein. In den Zeiten hier in Deutschland war sie auch im vergangenen Jahr viel unterwegs, um von ihrer Arbeit zu berichten. Da sind Vorträge und Treffen im Saarland, Rheinland, an der Bergstraße und natürlich im Schwarzwald zu nennen (Oberkirch, Gaggenau, Biberach), die auch immer wieder zu neuen Kontakten führen, so dass der Verein jetzt 313 Mitglieder hat .
Im Januar waren das erste Mal zwei Zahnärzte mit in Haiti. Ihre Arbeit wäre nicht möglich gewesen durch die Hilfe der hiesigen Zahnärzte Drs. Wegner, Kneipp und Wöhrle aus Wolfach und Haslach, der Firma AP Sensing von Clemens Pohl aus Böblingen und des Dental-Labors Heidelberg.
Auch im vergangenen Jahr haben wieder viele Menschen Veranstaltungen zugunsten unseres Vereins durchgeführt. Stellvertretend für viele andere möchte ich die Schulen in Hausach, Biberach, Gottenheim und Oberkirch sowie die Schule am Limberg in Wallerfangen/Saarland und Oberndorf am Neckar erwähnen, die durch viele unterschiedliche Veranstaltungen und kontinuierliche Schülerprojekte Pwojè men kontre unterstützen. (Konzerte, Märkte, Sportveranstaltungen). Auch für dieses Jahr ist schon wieder einiges geplant, z.B. ein Sponsorenlauf in Wallerfangen am 21. März.
Es sind auch viele Familienfeiern zu nennen, bei denen viel Geld gespendet wurde und nicht zu vergessen die privaten Spender und Helfer.
Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die unsere Arbeit in Haiti immer wieder unterstützen!

3. Jahresbericht Haiti 2012 (Alfred Barkow, Günther Stuffler, Dr. Anke Brügmann)
Dr. Anke Brügmann war im vergangenen Jahr 4 Mal in Haiti. Im Januar 2012 wurde sie durch den Landwirtschaftsexperten Alfred Barkow und den Vermessungsingenieur Theodor Johannsen begleitet, im Sommer von dem Bauingenieur Knut Herdemerten, im Herbst war wieder Alfred Barkow dabei und im Januar 2013 ein Team aus den Zahnärzten Nina Schondelmaier und Sebastian Engelhardt sowie Dr. Fritz Schondelmaier und Günther Stuffler.

a) Landwirtschaft (Alfred Barkow)
Herr Alfred Barkow gibt einen Überblick über den momentanen Stand des Landwirtschaftsprojektes.
Nach zunächst vielversprechendem Beginn während seiner ersten beiden Einsätze gab es 2012 einige Rückschläge. Der angestellte Agrartechniker hat sich leider nicht an die besprochenen Arbeiten und ausgearbeiteten Anbaupläne gehalten und die Arbeiten nicht fortgeführt, so dass er Ende 2012 entlassen werden musste. Inzwischen wird mit einem Agraringenieur aus Jeremie verhandelt und zusätzlich versucht, über den AGEH Experten anzustellen.
Während des dritten Arbeitseinsatzes im Herbst 2012 wurde die Anbauplanung für 2013 vorgenommen und höhengeeignetes Saatgut für verschiedene Gemüsekulturen beschafft. Im Container befindet sich Soja-Saatgut, der Anbau soll dieses Jahr getestet werden. Ein Teil der Anbaufläche des Vereins besteht aus einer vernachlässigten Kaffeeplantage; der Kaffee-Anbau könnte so in Zukunft zu einer Einnahmequelle werden.
Das primäre Ziel der landwirtschaftlichen Produktion besteht jedoch in der Eigenversorgung mit Nahrungsmitteln für Waisenhaus und Schule. Bei Yams und Maniok könnte der Bedarf gedeckt werden, Reis und Mehl müssen jedoch zugekauft werden, weil ein Anbau dort oben in Beaumont nicht möglich ist. Zur Düngung werden Kompost und Ernteabfälle verwendet, Chemie wird nicht eingesetzt.
Die Viehhaltung (Schweine, Ziegen, Schafe, 3 Kühe, Hühner, Kaninchen) versorgt Waisenhaus und Schule mit Fleisch bei den großen Festen, für die wöchentliche (geringe) Versorgung reicht sie nicht aus. Bei der Hühnerhaltung gibt es immer wieder Probleme durch Krankheiten.
Die Arbeit in der Landwirtschaft bedeutet in Haiti zunächst einmal schwere Arbeit, denn maschinelle Unterstützung gibt es nicht. Dazu hat dieser Erwerbszweig kein hohes Ansehen, da es die Arbeit der Unterschicht und damit der Armut symbolisiert. Daher muss zunächst der längerfristig geplante Anbau gelernt werden. Von den Waisenhauskindern möchten 5 Agronom werden und alle helfen mit bei den Arbeiten in der Landwirtschaft (Anbau, Ernten, Verarbeitung, Tierhaltung, Schlachtung).
Der Hurrikan Sandy führte auch bei uns zu Verlusten beim Mais, Bananen und Yamsanbau, doch konnten aus den umgeknickten Bananenstauden neue Stecklinge gewonnen werden, die gut angegangen sind.
Entwicklungsperspektiven gibt es bei Maniok und der Weiterverarbeitung (Maniokkette), sowie bei der Erdnussweiterverarbeitung, aber auch bei Obst, Gemüse (Tomaten usw.) und Kaffee (s.o.). Geräte zur Weiterverarbeitung können z.T. vor Ort in einer Manufaktur in Camp Perrin gekauft werden; eine Ölpresse ist bereits gekauft und im Container.

b) Nationalstraße und Ausbau (Günther Stuffler)
Günther Stuffler berichtet von seiner Tätigkeit im Januar 2013.
Der geplante Ausbau der Nationalstraße 7 hat uns im vergangenen Jahr daran gehindert, notwendige Investitionen zu tätigen und dringende Renovierungen vorzunehmen. Die Nationalstraße von Port-au-Prince nach Jeremie ist fertig bis auf 20-30 km durchs Gebirge um und in Beaumont. Während des gesamten Jahres prägten immer wieder unterschiedliche Planungen über den Verlauf des geplanten Straßenausbaus in den verschiedenen Gremien (haitianische Regierung/ Department/ Stadtverwaltung Beaumont/ Botschaften der Geldgeber/ Straßenbaufirmen) die Arbeit. Es standen und stehen weiterhin 3 Varianten im Raum (siehe Plan Beaumont):
– I. der Ausbau der bisherigen Trasse direkt am Waisenhaus vorbei
– II. der Bau einer südwestlicheren Umgehung durch das Viertel Nan Izin (vorbei am Gymnasium der Stadt Beaumont und unserem neuen Schulgrundstück)
– III. eine mittlere Variante unter Umgehung des Stadtzentrums und mit Treffen auf die bisherige Trasse hinter dem Waisenhaus.
Je nachdem, auf welcher Trasse die Straße ausgebaut wird, müssten wir mit unserer Einrichtung umziehen (I.) oder könnten am bestehenden Standort alle notwendigen Renovierungen und Erweiterungen vornehmen (II.). Da nach dem Kündigen der bisherigen brasilianischen Straßenbaufirma im Dezember 2012 nun wieder alle Planungen offen sind, besteht das Dilemma der Planungsunsicherheit für uns weiter.

c) Straße, Waisenhaus und Schule u.a. (Dr. Anke Brügmann)
Für Dr. Anke Brügmann ist die momentane Situation, d.h. der Verkehr verläuft auf dem als Straße genutzten Weg im Zustand eines Feldweges direkt am Waisenhaus vorbei, untragbar und das Horrorszenario wäre, wenn dieser Zustand durch fehlende Fortführung des Straßenausbaus bestehen bliebe. Wir hoffen darauf, dass möglichst bald über den endgültigen Verlauf der Straße entschieden und mit dem Bau begonnen wird, dann könnten wir uns auf die Gegebenheiten einstellen. Im Vorstand haben wir als Termin für unsere Entscheidung Ende August gesetzt, wenn Anke Brügmann wieder in Deutschland ist.
Im Waisenhaus leben zur Zeit 76 Kinder und Jugendliche zwischen 10 Monaten und 20 Jahren. Für die großen Jugendlichen brauchen wir dringend eine Perspektive in Form von betreutem Wohnen, um sie aus der Enge des Waisenhauses auf ein selbständiges Leben vorzubereiten. Der Bedarf und die Eignung der Einzelnen kann nur im Einzelfall und nicht starr nach Alter entschieden werden und betrifft Jugendliche etwa zwischen 16 und 20 Jahren. Die jungen Leute sind ja zum Teil noch nicht so lange in der Schule und durch ihre Herkunftsbedingungen nicht altersgemäß entwickelt. Für kleinere Wohngruppen, wie wir sie bei der Größe des Waisenhauses anstreben, sind neue bauliche Voraussetzungen notwendig, die wir so bald wie möglich beginnen wollen, wenn der Standort fest steht. Es ist positiv, dass die Kinder fröhlich sind und gerne in die Schule gehen.
Die Betreuung von externen Patenschaften (es gibt noch 21) wird zurückgefahren und durch das Sozialhilfeprogramm ersetzt. Die Familien erhalten also weiter Hilfe, auch durch das Ermöglichen vom kostenlosen Besuch unserer Schule. Im Sozialhilfeprogramm werden Alte, Kranke, Erdbebenflüchtlinge und bedürftige Familien unterstützt durch Lebensmittelverteilungen und die Möglichkeit, in unseren Sozialwohnungen zu wohnen. In den Sozialwohnungen mit 31 Zimmern sind z.Zt. 20 Familien mit 81 Personen untergebracht.
In der Menkontre-Schule werden 225 Schüler von 11 Lehrern unterrichtet in 3 Vorschulgruppen und den Klassen 1 bis 6 (3. Klasse zweizügig). Die Schule genießt große Anerkennung in der Region und im letzten Jahr haben alle die staatlichen Abschlussprüfungen bestanden. Das ist ein großer Erfolg auch für M. Valleur, unseren Direktor und in Haiti selten. Das staatliche Schulprogramm ist aber auch für unsere Schule problematisch, da in immer kürzerer Zeit immer anspruchsvollere Lehrpläne erfüllt werden sollen.
Der Container und auch die dazugehörenden Papiere sind in Port-au-Prince angekommen; bis er aber entzollt und in Beaumont angekommen ist, kann noch einige Zeit vergehen.
Auf unserer Personalliste stehen 52 Personen (incl. Teilzeitkräfte) und damit sind wir ein größerer Arbeitgeber in Beaumont. Das Gehaltsbudget umfasst 4500 €/Monat, das sind im Durchschnitt 100 € pro Person. Dieses Budget wird im Lauf der Zeit erhöht werden müssen. Für jeden Arbeitnehmer zahlen wir 2 € auf ein Konto als eine kleine Sozialversicherung.
Im Bereich Gesundheit unterhalten wir eine kleine Ambulanz, in der Waisenhauskinder, Schüler und Notfälle aus dem Stadtviertel behandelt werden. Auch das Krankenhaus schickt immer wieder Patienten zur Behandlung; so gibt es z.B. nur in der Waisenhausambulanz Gips, um Brüche zu versorgen. Es gab Impfungen durch das staatliche Gesundheitsamt und zum 1. Mal einen Aids-Test: alle Kinder sind nicht infiziert. Lucner, dessen Gesundheit letztes Jahr große Sorgen gemacht hat, geht wieder in die Schule, er wird aber mit seiner Krankheit leben müssen. Ein großer Erfolg war der erste, ehrenamtliche Einsatz von den Zahnärzten im Januar. Dr. Fritz Schondelmaier gebührt großer Dank dafür, dass er diesen Einsatz durch sehr viel Arbeit auch schon im Vorfeld überhaupt ermöglicht hat! Bisher waren Zahnarztbesuche selten und nur unter allergrößten Schwierigkeiten möglich, denn der nächste Zahnarzt befindet sich in Les Cayes, viele Fahrstunden entfernt.

4. Kurze Bildpräsentation (Dr. Anke Brügmann)
Dr. Anke Brügmann zeigt eindrucksvolle Fotos aus Beaumont. Man sieht viele fröhliche Kinder in der Schule, beim Spielen, bei Haus- und Gartenarbeiten, bei Festen, aber auch ernste Gesichter an Allerseelen beim Gedenken an Kervens, der vor 2 Jahren an der Cholera gestorben ist, und die toten Eltern der Kinder.
Die Landschaft besticht durch ihre Schönheit. Es ist aber auch zu sehen, dass es für manche Menschen immer noch keine zufriedenstellenden Lebensverhältnisse gibt; so muss z.B. eine Familie unter einer Plastikplane leben, nachdem ihre Hütte im Zuge der Straßenbaumaßnahmen niedergewalzt wurde; auch andere Hütten sind sehr einfach.
Sigrid Fridrich leitet zum nächsten TOP über und unterstreicht, dass das Team von Pwojè men kontre in Haiti sehr viel leistet und wir diese Arbeit von Deutschland aus nur unterstützen können.

5. Kassenbericht 2012 (Dr. Gerd Brügmann, Dr. Anke Brügmann)
a) Kassenbericht Deutschland(Dr. Gerd Brügmann)
Die Einnahmen in 2012 beliefen sich auf ca. 255 000 €, die Ausgaben bestanden zum größten Teil aus Überweisungen nach Haiti, Einkauf von Material für Haiti sowie der Finanzierung des Containers. Von den ca. 6000 € Flugkosten kamen uns ca. 4000 € wieder als zweckgebundene Spenden zugute.
Die hoch erscheinenden Rücklagen des Vereins sind durch den momentanen Investitionsstau entstanden und für die dringend nötigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen fest verplant.
Die genauen Zahlen entnehmen Sie bitte dem detaillierten Kassenbericht.

b) Kassenbericht Haiti (Dr. Anke Brügmann)
Die Aufschlüsselung der Kasse in Haiti zeigt deutlich, dass die Ausgaben für die gesamte Versorgung der Waisenhauskinder sowie die Personalkosten in allen Projektbereichen den größten Teil der Ausgaben ausmachen. Die medizinischen sind so gering, weil Anke Brügmanns Arbeit ehrenamtlich geleistet wird und das Material zum großen Teil gespendet wurde. Die entstandenen Kosten ergeben sich aus Arztbesuchen bei externen Ärzten, im letzten Jahr z.B. für Lucner.

Zusammenfassung nach Projektgruppen (Beträge in $Ht; ca.10 $Ht = 1 Euro)

  • Gesundheit: 20 476,40 = 1%
  • Verw.+Logistik: 74 273,60 = 4%
  • Landw.+Weiterv.: 151 361,00 = 8%
  • Schule: 273 448,00 = 14%
  • Hilfe extern: 368 588,00 = 19%
  • Alle Gehälter: 472 749,00 = 24%
  • Waisenkinder: 579 521,72 = 30%
  • Gesamt: 1 940 417,72 = 100%

Geringe Ungereimtheiten (18 € Überschuss) ergeben sich aus den Umrechnungen von €, US$ und $Ht.
Genaueres entnehmen Sie bitte dem detaillierten Kassenbericht mit den genauen Zahlen und Diagrammen.

c) Bericht Kassenprüfung (Ingrid Bräutigam)
Die Kasse wurde sehr sorgfältig von Ingrid Bräutigam und Gerhard Hansert geprüft. Es lagen neben den Kassenberichten die Kontoauszüge sowie Quittungen und Rechnungsbelege aus Deutschland und Haiti vor. Die Stichproben ergaben keine Beanstandungen. Daher wurde die Entlastung des Vorstandes vorgeschlagen, diese wurde von der Versammlung einstimmig bei Enthaltung des Vorstandes angenommen.

6. Geplante Aktivitäten Deutschland 2013 (Ute Arndt)
Häufig werden wir gefragt, ob es möglich ist, Briefe oder Päckchen an die Kinder in Beaumont zu schicken. Dazu möchte ich noch kurz anmerken, dass Anke Brügmann gerne Briefe (möglichst auf Französisch) mitnimmt für die Kinder im Waisenhaus und der Schule. Es ist aber nicht möglich, selbst etwas hinzuschicken, weil es keine Post gibt wie wir sie kennen. Eine postalische Zustellung gibt es nur in Port-au-Prince an Postämter zum Selbstabholen; in Beaumont gibt es keine Post. Für uns hier ist das schwer vorstellbar.
Die Vortrags- und Veranstaltungsarbeit wollen wir wieder intensivieren. Durch die langen Abwesenheitszeiten der Vorsitzenden in Haiti konnten einige geplante Aktionen noch nicht durchgeführt werden. Sobald wir etwas klarer sehen, wie es mit dem Standort des Projektes in Haiti weiter geht, möchten wir unseren Flyer aktualisieren.
Inzwischen engagieren sich viele Schulen regelmäßig für die Menkontre Schule. Dafür soll es als festen Ansprechpartner Kathrin Brügmann-Straub geben. Es ist auch daran gedacht, den deutschen Schulen eine Plattform auf unserer Homepage einzurichten, wo sie über ihre Aktionen berichten können.
Für ehrenamtliche Mitarbeit gibt es jede Menge Möglichkeiten, durch das Internet ist es möglich, auch aus anderen Regionen im Verein mitzuarbeiten; doch sind natürlich gerade auch Helfer aus Wolfach, dem Heimatort des Vereins, willkommen.
Da wir alle ehrenamtlich arbeiten, können und wollen wir uns nicht mit großen Hilfsorganisationen messen, dadurch sind aber auch die Verwaltungskosten sehr gering. Im Januar 2014 werden die Spendenquittungen zusammen mit einem Brief verschickt. Einen wichtigen Termin können Sie sich schon vormerken: die nächste JHV wird am 29.3.2014 stattfinden.

7. Geplante Aktivitäten Haiti 2013 (Dr. Anke Brügmann)
Nach der Entscheidung des Vorstandes, an welchem Standort Schule und Waisenhaus weiterhin geführt werden sollen, wird mit der Planung und deren Umsetzung begonnen werden. Zur besseren Struktur des inzwischen sehr eng belegten Waisenhaus wären kleinere Wohngruppen von etwa 8 Kindern oder Jugendlichen wünschenswert. Die notwendige Reparatur der Wasserleitung und die Instandsetzung der Sanitäreinrichtungen werden aber sofort in Angriff genommen.
Für die Unterbringung der großen Jugendlichen planen wir ein gesondertes Haus mit Betreuung. Wenn Patenschaften für die Großen auslaufen, müssen sie selbst Geld dazu verdienen, wenn sie noch bei uns leben (betreutes Wohnen). Die Schule braucht weitere fachliche pädagogische Unterstützung, da wird immer nach gutem Personal gesucht. Die Schülerzahl sollte in etwa gleich bleiben und nicht steigen, ebenso die Kinderzahl im Waisenhaus. Das externe Patenschaftsprogramm wird nach und nach verkleinert und in das Sozialhilfeprogramm überführt.
Für die landwirtschaftliche Nutzung und Verarbeitung ist eine Intensivierung vorgesehen, auch in diesen Bereichen suchen wir weiterhin nach guten Mitarbeitern.
Spätestens im September wird über die Berufsplanung der Schulabgänger und vor allem über die Klärung der Standortfrage berichtet werden.

8. Vorstandswahl
Zunächst wird Irmela Fritsch als Wahlleiterin gewählt. Bei keinem Wahlgang wird eine geheime Wahl gewünscht (Zustimmung aller).
Nach der Vorstellung der Kandidaten werden die Wahlen durchgeführt. Als zweite Vorsitzende wird Sigrid Fridrich vorgeschlagen, weil Mario Laroche durch seine berufliche Belastung diesen Posten nicht mehr übernehmen möchte. Dr. Fritz Schondelmaier hat einer Wahl in Abwesenheit zugestimmt.
Der erste und zweite Vorsitzende, die Schriftführerin und der Kassenwart werden einzeln gewählt, die Beisitzer gemeinsam. Die Wahlen wurden ordnungsgemäß durchgeführt.

In den Vorstand gewählt wurden:

  • 1. Vorsitzende: Dr. Anke Brügmann, Ärztin; St. Roman 1b, 77709 Wolfach
  • 2. Vorsitzende: Sigrid Fridrich, Rechtsanwältin; Zehntscheuerweg 5, 72070 Tübingen
  • Schriftführerin: Ute Arndt, Musiklehrerin; Bahnhofstr. 4, 64404 Bickenbach
  • Kassenwart: Dr. Gerd Brügmann, Chemiker; Taubenstr. 32, 72108 Rottenburg a.N.
  • Beisitzer: Mario Laroche, Tiefbauingenieur; August-Bebel-Str. 87, 76187 Karlsruhe
  • Beisitzer: Georg Lehmann, Zimmermann; Wilhelm-Homburger-Str. 2, 77776 Schapbach
  • Beisitzer: Dr. Fritz Schondelmaier, Orthopäde; Gerberau 26, 79098 Freiburg
  • Beisitzer: Günther Stuffler, Architekt; Maxburgweg 11, 76187 Karlsruhe
  • Beisitzer: Stefan Willeitner, Lehrer; Lupinenweg 6, 74629 Pfedelbach

Genaue Angaben zu den Wahlen finden sich im gesonderten Wahlprotokoll, das dem Original des Protokolls der JHV angeheftet ist.
Die Kassenprüfer Ingrid Bräutigam und Gerhard Hansert werden wiedergewählt.
Alle Gewählten nehmen die Wahl an. Sigrid Fridrich dankt Irmela Fritsch für die ordnungsgemäße Durchführung der Wahlen.

9. Verschiedenes
Von zwei Mitgliedern wird die Umsetzung des Vergleichs der deutschen mit der haitianischen Satzung zu Recht angemahnt. Die Satzung der Teilorganisation in Haiti sollte auf die Homepage gestellt werden, dieses wurde im vergangenen Jahr versäumt. Der Vorstand entschuldigt sich dafür und wird das umgehend nachholen. Die Kompatibilität der haitianischen Satzung mit der deutschen wurde von Sigrid Fridrich geprüft, es ergaben sich keine Beanstandungen. Die Entscheidung über die Verwendung der Geldmittel wird ausschließlich vom deutschen Vorstand getroffen aus Verantwortung gegenüber den Spendern. Der Vergleich der beiden Satzungen wird in der JHV 2014 auf die Tagesordnung gesetzt.
Noch bis Ostern können Briefe an die Kinder beim Patenschaftsteam abgegeben werden. Nach Ostern fliegt Anke Brügmann wieder nach Haiti und nimmt die übersetzten Briefe mit.
Ein ausdrücklicher Dank geht an die haitianischen Mitarbeiter in Beaumont.
Sigrid Fridrich bedankt sich bei allen für die Spenden und Mitarbeit und schließt die Versammlung gegen 22 Uhr.

Dr. Anke Brügmann, 1. Vorsitzende

Ute Arndt, Protokollführerin

 

Das PDF-Dokument der Jahreshauptversammlung können Sie herunterladen.

Den Kassenbericht des Vereins für das Jahr 2012 können Sie ebenfalls herunterladen.

Den Finanzbericht des Vereins für das Jahr 2012 in Haiti können Sie ebenfalls herunterladen.