Rundbrief Juni 2014 – Ehrenamtliche Helfer gesucht

6. Juni 2014

Liebe Freunde, Mitglieder, Paten und Spender,

heute möchten wir einen Zwischenbericht zu unseren aktuellen Problemen schicken. Sie können diesen Rundbrief herunterladen.

Mittlerweile kommt die neue Nationalstraße immer näher. Glücklicherweise ist sie noch nicht ganz vor unserer Haustür angekommen. Deswegen hoffen wir sehr, dass die gefährlichste Bauphase in die Sommerferien fällt. Die Baustellen sind riesig. Überall werden große Erdbewegungen und Sprengungen durchgeführt um Platz für die Fahrbahn zu bekommen.

Angrenzende Grundstücke gekauft, auf denen viel Geröll beiseite geräumt werden muss
Wir haben in der letzen Zeit alles daran gesetzt, um den geplanten Umzug von Waisenhaus und Schule voranzutreiben. Wieder einmal mussten wir umdisponieren, weil der Besitzer des benötigten Ergänzungsgrundstücks im letzten Moment doch nicht zum Verkauf bereit war. Jetzt haben wir nach vielen mühsamen Verhandlungen zwei angrenzende Grundstücke nach der anderen Seite hin gekauft. Das Gelände ist nicht ideal und recht unwegsam. Es muss noch viel Geröll weggeräumt werden, und außerdem müssen wir näher an das städtische Gymnasium heran als ursprünglich geplant. Trotzdem ist es eine schöne Gegend, günstiger zum Stadtzentrum gelegen und doch abseits der großen Straßen. Und ist es uns gelungen, alle unsere Gebäude auf dem provisorischen Bebauungsplan zu verteilen. Jetzt können wir intensiv mit der Bauplanung beginnen.

Ehrenamtliche Mitarbeiter könnten Bauaufsicht in Haiti übernehmen
In der ersten Bauphase muss das Geröll weggeräumt und eine Zufahrt gebaut werden, das Gelände durch Einzäunung abgesichert und für Wasser und Abwasseranschluss gesorgt werden. Sobald diese Grundvoraussetzungen geschaffen sind, können wir die Gebäude nach und nach errichten, so wie wir es uns leisten können. Die Pläne für die Anlage werden ehrenamtlich in Deutschland erstellt. Erst dann können wir die tatsächlichen Kosten sinnvoll abschätzen. Besonders wichtig ist es auch, ständig eine gute Bauaufsicht auf der Baustelle zu haben, auch dafür hoffen wir, ehrenamtliche Mitarbeiter aus Deutschland im Wechsel zu finden.

Container mit Bauholz aus Deutschland vorgesehen
Um uns nicht an der Umweltzerstörung durch weitere Abholzung zu beteiligen, planen wir, Container mit vorgefertigtem Bauholz aus Deutschland zu verschicken. Wir brauchen die neue Anlage ganz dringend. Am jetzigen Standort sind wir unabhängig von der Straße sehr beengt. Schon jetzt sind Klassen im Lehrerzimmer, in Zelten und in den Aufenthaltsräumen des Waisenhauses untergebracht. Es fehlen Räume für die medizinische Versorgung, für Werkstätten und die Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten, Unterbringung von Mitarbeitern, Lager, Büroräume, Funktionsräume wie zum Beispiel Spielzimmer, Wohnraum für die jungen Erwachsenen und die älteren Jugendlichen, und eine richtige Küche unter hygienischen Gesichtspunkten. Es ist sehr wichtig den jetzigen Kindergruppen auch räumlich ihre eigenen Bereiche zu geben, damit eine Art von Familienleben entstehen kann.
Auch nach dem Umzug von Waisenhaus und Schule sind bereits alle Räume am ehemaligen Standort fest verplant. Alle wirklichen Entwicklungsprojekte, die wir seit Jahren planen, sind davon abhängig, dass hierfür ausreichend Raum vorhanden ist. Im Mai/Juni diesen Jahres hat Alfred Barkow vom SES wieder das Landwirtschaftsprogramm begleitet. In dieser Zeit wurde vor allem der Hühnerstall um- und ausgebaut, um unsere wichtigen Eiweißlieferanten vor Infektionen von außen zu schützen.

Anke Brügmann prüft Schüler bei Abschlussexamen und verbringt die Sommerferien mit den Kindern
Nächste Woche werde ich wieder nach Haiti reisen, um zunächst die Jahresabschlussexamen durchzuführen und dann die Sommerferien mit den Kindern zu verbringen. In dieser Zeit soll auch die Baustelle vorbereitet werden. Im Oktober kommt Stefan Willeitner dazu, der als Sonderpädagoge sicher wesentliche Impulse in Waisenhaus und Schule geben kann.

Spenden nötig, um große Bauvorhaben umsetzen zu können
Bitte helfen Sie uns auch durch Spenden, dieses riesige Bauvorhaben umzusetzen. Wir wissen, dass wir uns das eigentlich nicht leisten können, aber wir haben keine andere Wahl, als es zu versuchen. Auch ehrenamtliche Helfer aus der Baubranche sind herzlich willkommen, um die Kosten zu senken. Auch aus vielen anderen Bereichen sind wir über jeden Helfer froh, der mal eine Weile in Haiti ehrenamtlich mit anpackt. Besonders in den Bereichen Verwaltung, Schule, Handwerk, Landwirtschaft und Aufforstung gibt es jede Menge Bedarf. Voraussetzungen sind Basis-Französischkenntnisse und Alter über 25 Jahre.

Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail, wenn Sie Fragen haben, wir freuen uns über jedes persönliche Gespräch.
Falls Sie dieser Rundbrief per Post erreicht und Sie über eine E-Mail-Adresse verfügen, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns diese mitteilen. Rundbriefe werden nur über Blindkopie verschickt und bleiben so vertraulich. Auf unserer Homepage gibt es auch immer wieder neue Informationen.

Herzliche Grüße,

Anke Brügmann