Veranstaltungen

Benefizkonzert in Wallerfangen

Wir laden ein zum Benefizkonzert für die „Pwojè men kontre“-Schule in Beaumont/Haiti.
Freitag, 09. Juni 2017,
von 19:00 bis 22:00 Uhr
in der Schule am Limberg in Wallerfangen.
Der Eintritt ist frei.
Um Spenden für unsere Patenschule wird gebeten.
Mitwirkende:
Joyful (Rock&Pop&More) Schülerband
Lehrerband „Die Pauker“
WoMen’s Voices (Pop/Rock/Musical)
Gérard et les gentils (Lieder&Chansons)
Sebastian Bader (Singer&Songwriter)

Konzertplakat

Das Benefizkonzert ist am 12. Februar um 17 Uhr im Jagdschloss Bickenbach.

Benefizkonzert im Jagschloß Bickenbach für Kinder in Haiti

Januar 2017 – Ein Benefizkonzert zu Gunsten des durch die deutsche Ärztin Dr. Anke Brügmann gegründeten Vereins „Pwoje men kontre“ Deutschland-Haiti e.V. findet am Sonntag, den 12. Februar, um 17 Uhr im Jagdschloss Bickenbach an der Bergstrasse statt. Der Erlös des Konzertes kommt dem im Oktober des letzten Jahres durch den verheerenden Hurrikan zerstörten Waisenhaus des Vereins auf Haiti zu Gute. Der Cellist Raffi Geliboluoglu hat sich die Entdeckung und Aufführung von zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Werken aus Barock und Romantik auf seine Fahnen geschrieben. „Zu Unrecht vergessen!“, so lautet der Titel seines Konzertes, auf dessen Programm Namen von Komponisten wie Johann Adam Birkenstock, Georg Goltermann, Robert Fuchs, Julius Klengel und Philipp Scharwenka stehen. Raffi Geliboluoglu wird von Dorothee Krost-Vogel am Flügel begleitet. Die ehemalige hr2-Musikredakteurin Susanne Schaeffer moderiert das Konzert. Der Eintritt ist frei; Spenden werden erbeten.
Am Samstag, dem 25. Februar 2017, um 20 Uhr findet das Benefizkonzert auch im Kurfürstensaal in Heppenheim statt.

Jahreshauptversammlung am 5. März 2016 im evangelischen Gemeindehaus in Wolfach.

Rundbrief und Einladung zur Jahreshauptversammlung am 5. März 2016

Januar 2016 – Liebe Freunde, Mitglieder, Paten und Spender,

wir möchten Sie hiermit zu unserer Jahreshauptversammlung einladen, am Samstag, den 5. März 2016,
um 16 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Wolfach.
Wir haben ein sehr ereignis- und arbeitsreiches Jahr 2015 hinter uns und möchten Ihnen gerne davon berichten. Wir würden uns freuen, wenn auch diesmal wieder viele Interessierte kommen würden. Wir haben die Veranstaltung auf vielfachen Wunsch hin bereits auf den Nachmittag gelegt, damit auch Auswärtige problemlos anreisen können. Wir freuen uns, dass uns die evangelische Kirchengemeinde Wolfach noch einmal den schönen Raum zur Verfügung stellt. Das Protokoll der Versammlung können Sie anschließend bei uns anfordern oder im Internet nachlesen.
Sie können diesen Rundbrief auch herunterladen.

Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Jahresbericht Deutschland 2015
3. Jahresbericht Haiti 2015
4. Kurze Bildpräsentation
5. Bericht über das Bauprojekt Fontrankil
6. Kassenbericht 2015
7. Geplante Aktivitäten Deutschland 2016
8. Geplante Aktivitäten Haiti 2016
9. Vorstandswahl
10. Verschiedenes

Starke Belastung durch Bau der Nationalstraße – viele Verletzte durch Verkehrsunfälle
Der Bau der neuen Nationalstraße hat uns dieses Jahr sehr belastet. Dreck und Lärm sind kaum zu beschreiben. Dazu kommt die Gefahr für unsere Kinder auf dem Schulweg. Leider rasen besonders Motorräder auf der neuen Straße und fahren immer wieder Fußgänger an. Es gab auch mehrfach Lastwagenunfälle mit vielen Verletzten, die dann zu uns gebracht werden. Außerdem bekamen wir in den letzten zwei Jahren den Klimawandel besonders zu spüren. Die Wasserversorgung ist durch die extreme Trockenheit schwierig geworden. So war es ein Segen, dass die Engineers without borders aus Karlsruhe im April die Wasserversorgung unsers Viertels saniert haben. Ohne diese Maßnahme wären die Bevölkerung unseres Viertels und wir ernsthaft in Not gekommen.
Auch die Landwirtschaft leidet unter der extremen Trockenheit. Dadurch und durch die fortschreitende Abholzung und Umweltzerstörung sind viele Lebensmittel auf dem freien Markt gar nicht mehr einzukaufen. Immer seltener können wir den Kindern mal einen Becher Fruchtsaft oder Obst anbieten. Wenn unsere eigene Landwirtschaft auch noch nicht einen nennenswerten Prozentsatz unserer Versorgung abdecken kann, so trägt sie doch entscheidend dazu bei, die Versorgung mit Lebensmitteln qualitativ zu verbessern. In diesem Jahr wurde der Gemüseanbau deutlich erweitert. Im Herbst konnten wir einen Hektar Land dazukaufen, der sich gut für den Anbau von Grundnahrungsmitteln wie z.B. Jams eignet. Der Schweinestall wurde erweitert und ein Unterstand für Schafe und Ziegen gebaut. In der Ziegenhaltung experimentieren wir jetzt mit einer neuen Rasse.

Karlsruher Ingenieure von Engineers without borders (EWB) erstellen mit großem Engagement den Neubau – Fenster von Lehrlingen der Firmen Schillinger und Geiger aus Oberwolfach angefertigt
– Ehrenamtliche Helfer aus der Baubranche dringend gesucht –

Seit Juli bauen wir intensiv auf dem neuen Gelände. Die Baustellenvorbereitung auf dem felsigen Gelände war extrem schwierig. Von August bis Dezember waren wechselnde Teams der Engineers without borders (EWB) vom Karlsruher Institut für Technologie mit bis zu 10 ehrenamtlichen Mitarbeitern gleichzeitig in Haiti. Sie haben mit viel Einsatz professionelle Arbeit geleistet. In der ersten Bauphase wurde der große Saal mit angrenzenden Funktionsräumen in erdbebensicherer Bauweise gebaut. Im Dezember konnte der Rohbau gedeckt werden. Die Fenster wurden von Lehrlingen der Firmen Schillinger und Geiger in Oberwolfach gefertigt und gehen im Container nach Haiti. Im Januar läuft der Vertrag für die angemieteten Klassenräume aus, dann müssen unsere 72 Vorschüler provisorisch in den neuen Räumen untergebracht werden. Ab April soll weitergebaut werden. Wer von Ihnen ist aus der Baubranche und könnte ehrenamtlich in Haiti mithelfen? Die Helfer der EWB müssen sich meist auf die Semesterferien beschränken. Da wäre es gut, gelegentlich weitere Mitarbeiter zu haben, die die Zeit dazwischen überbrücken helfen und eine Bauphase vorzubereiten oder die Endphase eines Projektes zu begleiten. Es geht dabei im Wesentlichen um die Bauaufsicht.
Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten haben wir auch erhebliche logistische Schwierigkeiten. Unser Container, der viel Baumaterial und Bauwerkzeuge enthält, steht seit Juli fertig gepackt in Deutschland, und seither kämpfe ich mit dem Planungsministerium in Haiti um die zollfreie Einfuhrgenehmigung. Anderen Organisationen geht es ähnlich. Wir hoffen sehr, dass es jetzt endlich vorwärts geht.

Für ausscheidende Jugendliche nehmen wir sofort neue Kinder auf – wie etwa ein schwer unterernährtes Baby und ein geistig behindertes Mädchen
Im Waisenhaus sind unverändert 75 Kinder und Jugendliche untergebracht. Inzwischen scheiden immer wieder junge Erwachsene aus, für die dann sofort wieder ein kleineres Kind aufgenommen wird, wie z.B. im Frühjahr die 16 Monate alte, schwer unterernährte Séndie, deren Mutter mit 16 Jahren starb oder im Herbst die geistig behinderte und stark vernachlässigte Modline. Obwohl die Zahl der Kinder notgedrungen gedeckelt ist, wird es immer schwieriger. Derzeit sind 31 von unseren 75 Kindern nach dem Abschluss der 6. Klasse auf einer weiterführenden Schule. Das ist mit höheren Kosten verbunden und auch viel aufwendiger zu organisieren. Das schlechte Angebot von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen hat sich nicht geändert. Deswegen gibt es für viele auch keine Alternative zu einem weiteren Schulbesuch. Im Waisenhaus sind wir sehr beengt und durch die neue Straße in der Lebensqualität eingeschränkt. Vieles ist nur provisorisch. Alle warten dringend auf den Umzug. Die Kinder haben fleißig mitgeholfen, die Baustelle vorzubereiten und Holz zu imprägnieren.

Große Schwierigkeiten gute Lehrer für die Schule zu finden – Wir suchen ehrenamtliche, französisch sprechende Lehrer
Eigentlich wollten wir dieses Jahr unsere Schule eher auf Sparflamme fahren, da der Unterricht durch Straßenbau und extern untergebrachte Klassen mühsam ist, doch haben wir inzwischen sogar 296 Schüler, obwohl ich wieder viele Kinder abgewiesen habe. Die Eltern haben teilweise geweint, wenn sie keinen Platz bekommen konnten. Dabei wird es immer schwieriger, gute Lehrer für unsere Schule zu bekommen. Mitarbeiter wandern schnell wieder ab, weil sie in den staatlichen Einrichtungen weniger arbeiten müssen. Einige Male haben wir das Niveau unserer Lehrer überprüft und dabei entscheidende Wissenslücken entdeckt. Wir versuchen intensiv, das durch Fortbildungen auszugleichen, aber es ich nicht leicht, die Lehrer an den Nachmittagen und in den Ferien dafür zu gewinnen. Auch hier wären sehr dankbar, wenn uns französisch sprechende Lehrer aus Europa ehrenamtlich unterstützen würden.

Auf der Krankenstation behandeln wir viele Notfälle – Bau der neuen Krankenstation dringend nötig – Für 2016 wird wieder ein Zahnarzteinsatz geplant
Unser Krankenzimmer ist maximal beansprucht, obwohl es viel zu klein ist und sich dort die Kisten bis unter die Decke stapeln. Da es direkt an die Nationalstraße angrenzt und es keine Fensterscheiben gibt, ist ständig alles unter einer dicken Staubschicht begraben Das städtische Krankenhaus ist praktisch außer Betrieb, daher werden ständig akute Notfälle zu uns gebracht, und auch die Versorgung unserer eigenen Kinder und Schüler ist wichtig. Für eine reguläre Sprechstunde haben wir keine Kapazität, aber bei Lebensgefahr können wir die Patienten nicht abweisen. Das Spektrum reicht von allen Arten von Infektionskrankheiten, Knochenbrüchen, Zahnziehen, Geburtshilfe, kleinere Operationen und Wundversorgungen bis zur inneren Medizin. Obwohl wir für viele Krankheiten oder Verletzungen nicht ausgestattet sind, tun wir mit einfachen Mitteln unser Bestes und sind damit immer noch effektiver als die meisten Krankenhäuser der Umgebung. Hier werden auch bedürftige Menschen behandelt, die sich sonst keine medizinische Behandlung leisten können. Fast kontinuierlich sind Patienten mit ihren Angehörigen in dem winzigen Raum stationär aufgenommen, und wenn es mehrere sind, müssen wir noch einen ins Nähzimmer legen. Bei größeren Unfällen mit vielen Verletzten wird unsere Waisenhaushalle zum Lazarett. Auch hier erwarten wir sehnlichst den Bau der neuen Krankenstation auf dem neuen Gelände, wo es hygienisch eingerichtete Räume geben soll. Wir würden uns auch hier über professionelle ehrenamtliche Mitarbeit aus Deutschland freuen, denn ich kann die Medizin immer nur nebenbei betreiben. Meine Sprechstunde geht jeden Morgen von 6-7 Uhr. Für 2016 bereiten wir einen dringend benötigten Zahnarzteinsatz vor und stehen dafür mit der Organisation Dental Aid in Kontakt.

Vorstand praktisch durchgehend vor Ort in Haiti
In Haiti waren 2015 aus unserem Vorstand Stefan Willeitner und Jörg Wulle vor Ort, Wulle sogar zweimal. Dadurch und durch meine vier Reisen gab es eine fast kontinuierliche Präsenz des Vorstandes, was in dieser ereignisreichen Zeit besonders wichtig für den Verein war. Ich bin ab Mitte Januar wieder in Beaumont.

Besondere Spendenaktion per Crowd-Funding für Vorschulgebäude
Wir möchten Sie auf eine besondere Aktion aufmerksam machen (Crowd-Funding), die wir im Januar bei der Volksbank Oberwolfach starten, um 8000 Euro für ein Vorschulgebäude zusammenzubekommen. Bei Spenden ab 5 € legt die Volksbank 5 € drauf, wenn wir die 8000 € erreichen. Bitte verbreiten Sie das in Ihrem Bekanntenkreis. Weitere Informationen finden Sie unter www.volksbank-kinzigtal.viele-schaffen-mehr.de, wir werden außerdem in Kürze genaueres über email und www.menkontre.de liefern.

Enorme Spendenbereitschaft ermöglicht Fortführung der Projekte – Besonderer Dank für Verkaufsaktionen, Spendenläufe, EWB-Ingenieure sowie treue Mitglieder und Einzelspender
Wir möchten uns nun ganz herzlich für die enorme Spendenbereitschaft im letzten Jahr bedanken. Das ganze Jahr über hatten wir ernsthaft Angst um die Aufrechterhaltung unserer Projekte, weil wir bereits für die laufenden Kosten mehr ausgegeben als eingenommen haben. Durch den ungünstigen Dollarkurs und internationale Brennpunkte, die ebenso unsere Hilfsbereitschaft verdienen, kämpfen viele Organisationen um ihre Finanzierung. Glücklicherweise sind zum Jahresende noch so viele Spenden eingegangen, dass wir vieles wieder ausgleichen konnten. Der detaillierte Geschäftsbericht wird nach der Hauptversammlung auf unserer Website veröffentlicht, Sie können aber auch ein Exemplar bei der Versammlung mitnehmen oder es bei uns anfordern.
Ganz besonders danken wir allen, die mit Aktionen wie Spendenläufen oder Verkaufsaktionen für uns gesammelt haben und gleichzeitig unsere Arbeit dadurch bekannter machen. Auch hier möchten wir wieder besonders die Schüleraktionen hervorheben. Es gab auch wieder große Einzelspenden, die für uns in einigen Fällen die Rettung bedeuteten. Besonders wertvoll sind die treuen Mitglieder, die uns über viele Jahre mit ihrem Beitrag unterstützen, sie ermöglichen die kontinuierliche alltägliche Arbeit. Im neuen Jahr wird der Bedarf an Spenden besonders groß sein, da die Bauarbeiten noch intensiviert werden müssen. Wir hoffen sehr, dass unsere Spender diese Unternehmungen auch weiter mittragen helfen.
Ganz besonders danken wir allen, die sich letztes Jahr direkt vor Ort engagiert haben, besonders den EWB-Ingenieuren, die praktisch ihre ganze Freizeit für das Projekt geopfert haben und ohne die das Bauprojekt nicht zu realisieren wäre.
Im Moment aktualisieren wir unser Informationsfaltblatt, das Sie von unserer Web-Site www.menkontre.de herunterladen können. Dort finden Sie auch weitere Informationen. Speziell über die Bauarbeiten berichtet der Blog der Engineers without borders unter: https://ewbbeaumont.wordpress.com/

Zusammen mit diesem Brief erhalten Sie die Spendenbescheinigungen. Teilen Sie uns bitte mit, falls etwas fehlt. Manchmal sind die Spenden auf den Kontoauszügen nicht eindeutig zuzuordnen, da hilft uns eine Rückmeldung. Einfache Briefe verschicken wir während des Jahres gerne kostensparend als E-Mail. Vielleicht können wir Ihre Mailadresse noch ergänzen, sie wird vertraulich behandelt. Die Rundbriefe kommen etwa zwei Mal im Jahr und enthalten nur Informationen.

Herzliche Grüße
Anke Brügmann

Wie geht es weiter in Beaumont? Informationen dazu gibt es auf der Hauptversammlung in Wolfach

Rundbrief und Einladung zur Hauptversammlung 2013

Januar 2013

Rundbrief und Einladung zur Jahreshauptversammlung
am Samstag den 9. März 2013 um 18 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Wolfach

Tagesordnung:

1. Begrüßung

2. Jahresbericht Deutschland 2012

3. Jahresbericht Haiti 2012

4. Kurze Bildpräsentation

5. Kassenbericht 2012

6. Geplante Aktivitäten Deutschland 2013

7. Geplante Aktivitäten Haiti 2013

8. Vorstandswahl

9. Verschiedenes

*************************************************

Liebe Freunde, Mitglieder, Paten und Spender,

wir möchten Sie ganz herzlich zu unserer Jahreshauptversammlung einladen. Es wäre schön, wenn viele von Ihnen kommen könnten. Wir möchten Sie über unsere Projekte informieren und Ihnen die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch geben. Da ich immer weniger in Deutschland bin, freue ich mich besonders, Freunde und Mitglieder bei dieser Gelegenheit wiederzusehen. Auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen. Falls Sie noch Mitglied werden wollen, finden Sie das Antragsformular auf unserer Homepage, oder können es sich durch uns zuschicken lassen. Das Protokoll der Versammlung können Sie anschließend bei uns anfordern oder im Internet nachlesen. Auf unserer Homepage www.menkontre.de können Sie auch immer wieder aktuelle Informationen nachlesen.

Zusammen mit diesem Brief erhalten Sie die Spendenbescheinigung. Manchmal sind die Spenden auf den Kontoauszügen nicht eindeutig zuzuordnen (die Spenderadresse muss im Feld „Verwendungszweck“ eingetragen werden, sonst kann die Bank sie nicht übermitteln), da freuen wir uns über Rückmeldungen. Während des Jahres verschicken wir Informationen kostensparend als E-Mail. Bitte teilen Sie uns ihre Mailadresse mit, wir behandeln Sie vertraulich und verschicken Rundbriefe nur als Blindkopie. Wenn wir länger als zwei Jahre nichts von Ihnen gehört haben, nehmen wir Sie aus der Verteilerliste. Natürlich können Sie uns jederzeit mitteilen, wenn Sie nicht mehr informiert werden wollen. Auf unserer Homepage www.menkontre.de können Sie sich über unsere Projekte in Beaumont informieren.

Das vergangene Jahr war leider vor allem durch Planungsunsicherheit geprägt. Seit Januar bekamen wir immer wieder unterschiedliche Informationen über den Verlauf der neuen Nationalstraße. Durch diese ungünstigen Umstände mussten viele dringende Renovierungen und Erweiterungen unserer Anlage aufgeschoben werden, da wir nicht wussten, wo in Zukunft unser Standort sein wird. Im Mai wurde scheinbar endgültig beschlossen, dass die Trasse direkt am Waisenhaus vorbeiführt. Im weiteren Verlauf wurde auch viel planiert, eingerissen und enteignet. Wir hatten uns daher schweren Herzens entschlossen, den jetzigen Standort für Waisenhaus und Schule aufzugeben. Wir wollen die bestehenden Gebäude für die Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten, Werkstätten und betreutes Wohnen für junge Erwachsene nutzen.

Als Präsident Martelly Beaumont besuchte, habe ich die Gelegenheit wahrgenommen, ihn um ein Stück Staatsland für unsere Schule zu bitten. Das haben wir dann auch tatsächlich erhalten. Nur das Grundstück für das Waisenhaus macht noch Schwierigkeiten, wir sind weiter in Verhandlungen um zwei mögliche Grundstücke. Die Stadt Beaumont ist sehr an unserem Standortwechsel interessiert, da man hofft, dass wir südlich von Beaumont die Quellen der Stadt schützen. Im Sommer war Herr Herdemerten bei uns, ein Bauingenieur vom SES (Senior-Experten-Service), hat Vermessungen durchgeführt, das Gelände beurteilt und erste Planungen durchgeführt. Im August hat sich dann die Straßenbaufirma mit dem Staat zerstritten und schließlich das Projekt aufgegeben. Damit wussten wir wieder einmal nicht, wie es weiter gehen soll, obwohl ich ständig Kontakt zu den verantwortlichen Ingenieuren und zum Verkehrsministerium hatte. Der aktuelle Stand der Nationalstraße ist ziemlich unbefriedigend. Die Baumaschinen haben das Land verlassen. Dennoch ist überall Baustelle, aufgerissenes Bergland und Schlammwüste. Täglich passieren schlimme Unfälle, weil Autos stecken bleiben oder abstürzen. Die Bewohner unserer Gegend sind mehr von der Außenwelt abgeschnitten denn je. Am Rand der Straße sieht man überall die Ruinen der Häuser, die für den Straßenbau abgerissen wurden. Diese Situation führt auch zu großer Unzufriedenheit in der Bevölkerung, die für den Straßenbau Opfer brachte, ohne dass es jetzt vorwärts geht. Deswegen kam es in unserer Gegend zu gewalttätigen Demonstrationen mit Toten. Es wird mir von allen Autoritäten versichert, dass es 2013 auf der zuletzt geplanten Trasse weitergehen soll, aber keiner weiß wann oder mit welcher Baufirma. Da sind wir vor Überraschungen einfach nicht sicher. Unter solchen Bedingungen müssen wir mit größeren Investitionen bis zu einer endgültigen Klärung warten. Dennoch treiben wir die Planungen voran, denn unser überfülltes Waisenhaus mit 75 Kindern in sehr unterschiedlichen Altersgruppen braucht dringend Platz und funktionellere Strukturen.

Viele Monate haben wir uns Sorgen um unseren schwerkranken Lucner gemacht, bei dem schließlich eine sehr ernste neurologische Erkrankung festgestellt wurde. Durch die medikamentöse Behandlung geht es ihm nun besser, er kann auch wieder aufstehen, aber die Krankheit wird ihn wohl lebenslang begleiten.

Unsere Schule hatte im Juli wieder einen besonderen Erfolg: Unsere Abschlussklasse hat zum dritten Mal in Folge komplett die staatliche Abschlussprüfung nach der 6. Klasse bestanden. Einige der Schulen unserer Stadt konnten keinen einzigen ihrer Kandidaten durch die Prüfung bringen, und viele Schulen hatten nicht einmal 50% Erfolgsquote. Unsere Schüler waren überglücklich über dieses Ergebnis. Sie können jetzt eine weiterführende Schule besuchen. Trotzdem sind wir im Zweifel, ob wir dieses Niveau halten können, denn das Schulministerium hat das Schuljahr noch mal um einen Monat verkürzt. Diesmal gab es auch keine Sondergenehmigungen mehr für uns. Im Gegenteil: Das Unterrichten in den jetzt über drei Monate dauernden Sommerferien wurde regelrecht verboten. Es ist mir wirklich schleierhaft, wie ich den unverändert sehr anspruchsvollen Lehrplan auf noch weniger Unterrichtszeit verteilen soll. Viele Schüler scheitern am Erlernen der Fremdsprache Französisch, an der fehlenden Übungszeit in Mathematik, und am Beschränken der Natur- und Sozialwissenschaften auf das Auswendiglernen der wichtigsten Merksätze. Alles was Spaß macht und Kreativität fördert, wie z.B. die musischen Nebenfächer, wird wegrationalisiert.

In der Landwirtschaft sammeln wir nun Erfahrungen mit dem Anbau größerer Flächen, und versuchen immer mehr Lebensmittel für Waisenhaus und Schule aus der eigenen Produktion zu decken, obwohl es nicht einfach ist, aus dem steinigen Land in Handarbeit gute Ernten rauszuholen. Es wird nun systematischer Gemüse angebaut. Besonders wichtig sind auch Grundnahrungsmittel wie Mais, Bohnen, Kochbananen und Jams. Erdnüsse und Maniok sind für die Weiterverarbeitung vorgesehen. Im Herbst hat der Wirbelsturm Sandy einen Teil unserer Ernte vernichtet. Etwa die Hälfte der Bananen und des Mais lag am Boden. Trotzdem sind wir im Vergleich mit der Umgebung noch glimpflich weggekommen. Herr Barkow vom SES war 2012 zweimal in Haiti und hat ausgezeichnete Arbeit geleistet. Es ist dringend notwendig, dass er weiterhin die Landwirtschaft beaufsichtigt, da unser lokales Personal noch nicht ausreichend eigenverantwortlich arbeitet.

Der Container, den Georg und Silvia Lehmann wieder zusammen mit der Frauengemeinschaft Schapbach gepackt haben, wird jetzt im Januar eingeschifft. Er enthält außer Matratzen und Decken aus dem Krankenhaus Wolfach auch eine Ölpresse zur Herstellung von Speiseöl aus Erdnüssen mit.

In zwei Tagen werden wir wieder nach Haiti aufbrechen. Diesmal werde ich von einem vierköpfigen Helferteam begleitet. Aus dem Vorstand werden Dr. Fritz Schondelmaier als Orthopäde und Günther Stuffler als Architekt dabei sein. Außerdem haben sich zwei Zahnärzte bereiterklärt, ehrenamtlich zwei Wochen lang unsere Kinder und Schüler zu behandeln. Von Beaumont aus ist der nächste Zahnarzt mehrere Autostunden entfernt, für die meisten unserer Kinder unerreichbar. Wir haben eine mobile Zahnbehandlungseinheit gekauft, die uns ermöglicht, immer wieder einen Zahnarzt nach Beaumont zu holen, statt die vielen Kinder mühsam in die Stadt zu bringen.

Wir danken allen Spendern, Helfern und Interessenten ganz herzlich. Es haben sich wieder viele für uns eingesetzt. Es gab Veranstaltungen, Vortrage und Schüleraktionen.

Der Arbeitsaufwand steigt ständig und ist kaum noch zu bewältigen. Wir freuen uns über jeden, der bereit ist, in Deutschland oder Haiti mit anzupacken. Besonders bei Verwaltungsarbeiten und Organisation von Veranstaltungen fehlt es auch in Deutschland noch an Mitarbeitern. Auch in Haiti sind wir auf ehrenamtliche Mithilfe angewiesen, und freuen uns immer über Helfer aus verschiedenen Berufsgruppen, die einmal für ein paar Wochen ein Programm durchführen.

Herzliche Grüße

Anke Brügmann

Veranstaltungen

Jahreshauptversammlung am Samstag, 17. März 2012 in Wolfach

Am Samstag, 17. März 2012 um 18 Uhr findet die Jahreshauptversammlung des Vereins statt, im evangelischen Gemeindehaus in Wolfach, Vorstadtstrasse 22.

Tagesordnung:

1. Begrüßung 13.1.2012

2. Jahresbericht Deutschland 2011

3. Jahresbericht Haiti 2011

4. Kurze Bildpräsentation

5. Kassenbericht 2011

6. Geplante Aktivitäten Deutschland 2012

7. Geplante Aktivitäten Haiti 2012

8. Antrag Satzungsänderung

9. Vorstandswahl

10. Verschiedenes

 

Liebe Mitglieder, Paten, Spender und Freunde,

wir möchten Sie hiermit ganz herzlich zu unserer Jahreshauptversammlung einladen, die dieses Jahr am Samstag, den 17.3. in Wolfach stattfindet. Anders als in den vergangenen Jahren findet die Veranstaltung diesmal im evangelischen Gemeindehaus statt. Wir haben diesmal einen Wochenendtermin gewählt, damit auch Auswärtige und Berufstätige daran teilnehmen können. Bitte nehmen Sie die Möglichkeit wahr, sich über unsere Arbeit zu informieren. Die Anwesenheit jedes Einzelnen ist uns wichtig. Auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen.

Falls Sie Probleme mit der Anfahrt haben, melden Sie sich bei uns. Meist können wir Fahrgemeinschaften organisieren.

Da ich während der kurzen Deutschlandaufenthalte kaum Zeit zur Pflege von Kontakten habe, würde ich mich besonders freuen, Sie/Euch wiederzusehen oder auch kennenzulernen. Das Protokoll der Versammlung können Sie anschließend bei uns anfordern oder im Internet nachlesen.

Falls Sie noch Mitglied werden wollen, finden Sie das Antragsformular auf unserer Homepage, oder können es sich durch uns zuschicken lassen. Dieses Jahr wollen wir auch einen Antrag auf Satzungsänderung vorlegen. Die Grundideen bleiben dabei erhalten, es müssen aber einige Details an das neue Vereinsrecht angepasst und der nicht bewährte Februartermin für die jährliche Hauptversammlung geändert werden.

Zusammen mit diesem Brief erhalten Sie üblicherweise die Spendenbescheinigungen. Leider gibt es diesmal Verzögerungen, so dass Sie die Spendenbescheinigungen separat erhalten. Teilen Sie uns bitte mit, falls etwas fehlt. Manchmal sind die Spenden auf den Kontoauszügen nicht eindeutig zuzuordnen, so freuen wir uns über entsprechende Rückmeldungen.

Rundbriefe während des Jahres verschicken wir gerne kostensparend als E-Mail. Bitte teilen Sie uns zu diesem Zweck Ihre Mailadresse mit, wir behandeln Sie vertraulich und verschicken Rundbriefe nur als Blindkopie. Diese Briefe kommen etwa drei Mal im Jahr und enthalten ausschließlich Informationen über unseren Verein.

Wenn wir länger als zwei Jahre nichts von Ihnen gehört haben, nehmen wir Sie aus der Verteilerliste. Natürlich können Sie uns auch jederzeit mitteilen, wenn Sie nicht mehr informiert werden wollen.

Unsere Homepage ist vor kurzem in neuer Form ans Netz gegangen. Hier werden Sie weiterhin ausführlich und aktuell über unsere Projekte informiert. Auch schon in den letzten Wochen haben wir immer wieder kurze Nachrichten aus unseren Projekten mit Fotos eingestellt. Es gibt dort immer wieder etwas zu entdecken.

Die Cholera macht uns weiter Sorgen. Immer wieder hatten wir Cholerafälle im Waisenhaus und in unserer Umgebung. Wann immer möglich, behandle ich die Kinder unter Isolation im Waisenhaus, weil die Versorgung im Krankenhaus nicht mehr sicher ist.

Unser behinderter Silvens hat sich gut von der letzten Operation erholt und kann nun ohne Hilfsmittel gehen.

Im November war Herr Alfred Barkow vom Senior Experten Service (SES) mit in Haiti und hat die Landwirtschaft und die Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten geplant. Für die Weiterverarbeitung wurden Produktionswege analysiert und erste Recherchen nach geeigneten Geräten für die Weiterverarbeitung durchgeführt. In der ersten Phase scheint die Verarbeitung von Maniok und Erdnüssen am aussichtsreichsten. 2012 wollen wir diesen Projektbereich intensiv weiter ausbauen. Im Dezember haben wir wesentliche Grundstücke für die landwirtschaftliche Produktion dazugekauft. Im Januar flog Herr Barkow wieder mit nach Haiti, um erste Ergebnisse auszuwerten.

Als zweiter Mitarbeiter geht im Januar Herr Dr. Theodor Johannson, ebenfalls vom Senior Experten Service, mit nach Haiti. Er wird unsere Grundstücke in Haiti professionell vermessen und unsere Leute in geeignete Vermessungsmethoden einweisen. Damit werden die Grundlagen für eine effektive Nutzung der Flächen geschaffen.

Es ist weiter wichtig, dass wir auch in Haiti immer wieder durch ehrenamtliche Helfer unterstützt werden, auch wenn es nur für einige Wochen ist. Besonders Französischlehrer brauchen wir ständig, aber auch Ärzte, Zahnärzte, Handwerker, Fachleute aus Verwaltung oder dem Baubereich sind herzlich willkommen. Auch im Waisenhaus sind wir dankbar für jede Hilfe. Leider geht es nicht ohne Basiskenntnisse im Französischen.

Leider hat im Dezember unser altes Auto nach vielen Jahren harter Arbeit auf schwieriger Geröllpiste endgültig aufgegeben. Ende Dezember haben wir daher wieder einen gebrauchten Geländewagen gekauft.

Dringend zu erledigen sind einige Bauvorhaben: Ein Lehrlings- und Schülerwohnheim in Beaumont zur Ausquartierung von 12 älteren Jugendlichen, die Aufstockung von zwei Gebäuden, der Bau von zwei neuen Klassenräumen und Trockentoiletten für die ganze Anlage. Wir haben dazu ein Bauteam aus Nicaragua einige Tage in Beaumont gehabt, die ein sehr interessantes Toilettensystem anbieten und mit zementsparenden Bauteilen arbeiten, die uns auch im Hinblick auf die Erdbebensicherheit überzeugt haben. Derzeit warten wir noch auf den Kostenvoranschlag, bevor wir endgültig über eine Zusammenarbeit entscheiden können. Die Bauarbeiten wollen wir gleichzeitig nutzen, um einige junge Leute in den neuen Techniken auszubilden.

Wir möchten allen Mitgliedern und Spendern ganz herzlich danken, die uns auch in diesem Jahr wieder intensiv unterstützt haben. Einige Sponsoren haben spezielle Programme finanziert. Es haben sich auch wieder Schülerund Jugendliche für uns eingesetzt.Darüber hinaus gab es in ganz Deutschland immer wieder Konzerte, Bazare, Sportveranstaltungen und Aktionen von Vereinen. Leider sprengt es den Rahmen dieses Briefes, alle aufzuzählen. Auf unserer Home-Page berichten wir immer wieder über die verschiedenen Aktionen. Durch Ihre anhaltende Hilfsbereitschaft hatten wir auch im zweiten Jahr nach dem Erdbeben nicht den befürchteten Spendeneinbruch.

Der zum Teil neu zusammengestellte Vorstand und unsere Mitarbeiter vor Ort haben viel gearbeitet, um die mittlerweile sehr komplexe Arbeit zu bewältigen. Nächste Woche fliege ich wieder nach Haiti.

Herzliche Grüße

Anke Brügmann