Vereinsnachrichten

Jahreshauptversammlung 2019


Pwojè men kontre e.V., Dr. Anke Brügmann,
St. Roman 1 B, 77709 Wolfach

Einladung zur Jahreshauptversammlung
am Samstag, den 23. März 2019

um 16 Uhr im katholischen Gemeindehaus, Kirchstr.16, in Wolfach
(bei der katholischen Kirche, Richtung Oberwolfach)

 


Tagesordnung:

1. Begrüßung
2. Jahresbericht Deutschland 2018
3. Jahresbericht Haiti 2018
4. Kurze Bildpräsentation
5. Kassenbericht 2018
6. Geplante Aktivitäten Deutschland 2019
7. Geplante Aktivitäten Haiti 2019
8. Vorstandswahl
9. Verschiedenes

Wir möchten Sie über unsere Aktivitäten im Jahr 2018 informieren und laden Sie herzlich zu unserer Jahreshauptversammlung ein.
Wir würden uns freuen, wenn auch diesmal wieder viele Interessierte kommen würden.

Das Protokoll der Versammlung können Sie anschließend bei uns anfordern oder im Internet nachlesen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Herzliche Grüße

Dr. Anke Brügmann

 

Weitere Neuigkeiten Dr. Anke Brügmann

Die Baustelle in Fontrankil:

In der letzten Bauphase ist die neue Schul-Latrine fast fertig gestellt worden. Die Aufbauten sind Anfang Dezember fertig geworden. Jetzt fehlt noch die Installation der Toilettenschüsseln und eines Regenwasserbehälters zum Händewaschen. Alles ist gut gelungen.

Nach Abschluss der vier Vorschulklassenzimmer (fast, es fehlen überall noch Kleinigkeiten und vor allem der Schutzanstrich), stehen jetzt die ersten beiden Klassenzimmer der Grundschule, eines aus Holz und eines aus Beton. Am letzten werden die Wände verputzt, Fenster und Türen fehlen noch, beim ersten wurde jetzt die Innenverkleidung fertiggestellt. Sobald die Möbel da sind, kann die 2b umziehen. Die Gebäude sind sehr schön geworden. Viel Arbeit ist auch noch um die Gebäude herum. Die übrigen Klassenzimmer wurden eingemessen, aber es gibt noch manches nach zu korrigieren. Es gehen nicht so viele Klassenzimmer auf das Gelände, wie erhofft. Wir suchen also nach Flächen zum Ausweichen, vor allem im Westen.
Der Kantinenplatz wurde fertig eingeebnet. Das war sehr schwierig, weil da überraschend große Brocken im Boden waren, die der Bagger nicht transportieren konnte.  Wir hatten uns entschlossen, Leercontainer in das Gebäude zu integrieren, damit wir den Lebensmittelbereich besser gegen Insekten und Ratten schützen können. Wir mussten vier Container kaufen. Unser eigener war leider noch nicht da. Die vier sehen ziemlich gammelig aus, aber wir hoffen, dass wir das mit Schleifen und Streichen einigermaßen hinkriegen. Die Betonsockel dafür wurden betoniert. Dann hatten wir einen Tag lang einen Kran gemietet. Das ist erstaunlich gut gegangen. Der kompetente Kranfahrer hat die schweren Container millimetergenau platziert. Im Moment wird am Boden und am Dach gearbeitet und außerdem die Türen und Fenster eingeschnitten. Das heißt, es geht erfreulich gut voran mit diesem Projekt. Das ist auch das dringlichste, weil unsere Notküche  unhygienisch ist und auf keinen Fall noch mehr Kinder bekochen kann. Alle Lebensmittel sind auch bei Lagerung im Büro gefährdet von Ungeziefer besucht zu werden.
Hütte vor die Verantwortlichen:

Nachdem das Zelt von Frau Dr. Brügmann mehr einer Dusche als einem Schlafzimmer glich, wurde nun eine einfache Hütte gebaut. Das Ganze steht auf Kokospalmenstelzen, Bretterboden, Wand aus Zweiggeflecht der kubanischen Königspalme und ansonsten viel Bambus. Besucher, die  auch dort schlafen, müssen sich allerdings mit den beiden Ziegen arrangieren, die sich angewöhnt haben, unter der Hütte zu schlafen. Auch die Schweine brechen immer wieder aus, und schlafen dann friedlich mit den Ziegen zusammen. Dem Vorstand dient die Hütte als Sitzungsraum.

 

Neuigkeiten von Dr. Anke Brügmann

Lage auf Haiti:

Wir haben sehr mit dem Klimawandel zu kämpfen. Lange Trockenzeiten wechseln sich mit kurzen Überschwemmungen ab, die aber nicht reichen, die Wasserreserven wieder aufzubauen. Oft haben wir tagelang kein Wasser, in Nan Ginen, unserem ersten Standort noch schlimmer als in Fontrankil, unserem zweiten Standort. Die letzte Ernte ist ziemlich misslungen.

Bericht aus der Schule:

Die ersten Examen sind bereits geschrieben und korrigiert! Viele Schülerinnen und Schüler haben gut abgeschnitten. Die anderen bekommen noch Zeit zum Üben. Frau Dr. Brügmann konnte in den letzten Monaten drei weitere Lehrerfortbildungen halten. Je besser die Lehrerinnen und Lehrer fortgebildet sind, um so besser wird auch der Unterricht.

Der Bau in Fontrankil schreitet voran. Immer mehr Klassen können dort angesiedelt werden.

Im Moment bekommen unsere Schulkinder 5 Mahlzeiten pro Woche. Allerdings wurden uns die Subventionen für unsere Schulkantine gestrichen. Wir versuchen so gut es geht zu sparen.

Was uns noch fehlt sind Schulmöbel und Schulbücher. Unser Direktor Valleur und die Sozialarbeiterin Guerline konnten die vorhandenen Bücher sehr gut reparieren. So dass wir diese weiter verwenden können. Wir freuen uns, wenn der Container aus Deutschland mit den gebrauchten Schulmöbeln ankommt. Sie sind fest einkalkuliert.

Zu Weihnachten wird wieder jeder Schüler ein Lebensmittelpaket mit nach Hause bekommen. Damit ist sichergestellt, dass die Kinder über Weihnachten genug zu essen haben.

Einladung zum Treffen am Samstag, 29. September 2018

Wir laden Sie ganz herzlich zu unserem diesjährigen Treffen am

Samstag, 29. September 2018

in Oberwolfach am Hexenplatz ein.

Wie in den vergangenen Jahren soll dies eine für alle Interessierte offene, ungezwungene Veranstaltung werden.

Ab 14 Uhr werden wir für unsere Gäste Kaffee und Kuchen vorbereiten. Ab diesem Zeitpunkt stehen auch Mitglieder des Vorstands für Fragen zur Verfügung.

Um ca. 16 Uhr wird Anke Brügmann mit neuen Bildern über unsere Waisenhauskinder und die Schule in Haiti berichten. Unter anderem wird sie Informationen zu folgenden aktuellen Themen geben:

  • Fortschritt der Bauarbeiten für Kantine und Schule
  • Bezug des ersten Wohnhauses für die kleinen Mädchen auf dem neuen Gelände einschließlich der dazugehörigen Wasserversorgung und Entsorgung des Abwassers
  • Fortbildung der Lehrer und des Betreuungspersonals
  • Hilfe bei der Suche nach Ausbildungsplätzen für ausscheidende Jugendliche
  • Neuaufnahme von kleineren Kindern, teilweise im Babyalter, in das Waisenhaus

Freuen Sie sich mit uns auf einen schönen Tag mit vielen Informationen.

Bitte bringen Sie auch Ihre Kinder mit. Auf dem Hexenplatz ist ein wunderschöner Spielplatz.

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Bei Regen können wir die Hütte auf dem Hexenplatz nutzen.

Den Hexenplatz finden Sie, wenn Sie in Oberwolfach direkt bei der Kirche links abbiegen (Richtung Besucherbergwerk). Nach ca. 300 Metern zweigt ein Weg nach links ab, der direkt zum Platz führt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Herzliche Grüße

Vorstand
Pwojè men kontre Haiti Deutschland e.V.

Bericht unserer Vorstandsmitglieder Jörg Wulle und Stefan Willeitner vom August 2018 aus Beaumont

Wir haben heute Sonntag den 19.8.2018 und es sind jetzt zweieinhalb Wochen, dass Stefan Willeitner und ich mal wieder in Beaumont angekommen sind. Der Administrator unseres haitianischen Partnervereins Hugo Bazile holte uns, wie bei jedem Haiti-Besuch, zuverlässig am Flughafen ab und es ging sofort aus der Hauptstadt Port-au-Prince heraus auf die ca. 250 km lange Strecke in den Südwesten des Landes.

Nach freudiger Begrüßung durch die Waisenkinder und die Mitarbeiter bezogen wir unsere Zimmer in der nach dem Hurrikan Matthew wiederhergestellten alten Anlage des Waisenhauses im Ortsteil Nan Guinen von Beaumont.

Gleich am nächsten Tag zog es Stefan und mich jedoch zu unserer neuen Anlage im Ortsteil Fontrankil, wo uns unsere Vereinsvorsitzende Dr. Anke Brügmann, wieder mal, oder besser gesagt, wie immer, stark durch medizinische Notfälle in Anspruch genommen, begrüßte. Wir haben den anschließenden Rundgang auf dem Gelände deshalb ohne sie vorgenommen.

Ja, es hat sich da einiges getan seit meinem letzten Haiti-Aufenthalt im Dezember 2017. Die angehenden Bauingenieure vom Verein “Engineers Without Borders” (EWB) aus Karlsruhe haben für uns weitere Schul- und Vorschulgebäude errichtet. Es stehen jetzt insgesamt fünf dieser Gebäude, in zweien davon fand bislang aber noch kein Unterricht statt.

Und zwar auch deshalb nicht, weil wir im Moment nicht genügend Schulmöbel zur Vefügung haben. Das wird sich aber bald ändern, denn kurz vor der Abreise von Stefan und mir wurde in Wolfach ein weiterer Container unter anderem auch mit Schulmöbeln auf die Reise nach Haiti geschickt. Die Frachtpapiere für den Zoll in Port-au-Prince habe ich nach Beaumont mitgebracht.

Stefans und mein Rundgang führte uns weiter zum ersten Wohnhaus für unsere Waisenkinder auf dem neuen Gelände, das die Ingenieure von EWB zum ganz großen Teil bereits im vergangenen Jahr errichtet hatten. Nachdem zuletzt auch die Fensterläden eingebaut wurden, ist das Haus jetzt bewohnbar und zwei Betreungsgruppen mit 16 Mädchen im Alter von 7 Monaten bis ca. 9 Jahren konnten zu Beginn der Woche dort einziehen. Bezüglich der Fenster muss man wissen, dass in Haiti Glasfenster nicht üblich sind und besonders im Erdgeschoß es deshalb unerlässlich ist, Fensteröffnungen mit festen Läden verschließen zu können.

Ansonsten werden die Bewohnerinnen des neuen Hauses von allen beneidet, weil sie bislang die einzigen sind, die Toiletten und Duschen im Wohnhaus haben. Alle anderen Kinder unseres Waisenhauses und auch das Betreuungspersonal muss dazu mehr oder weniger weit über den Hof gehen. Auch Duschen waren bisher in unserer Anlage nicht bekannt. Man musste und die meisten müssen es immer noch, das Wasser im Eimer an der Wasserstelle holen und es im Sanitärraum mit der Schöpfkelle über sich schütten.

Derzeit sind auch in Haiti Schulferien. Um unseren Waisenkindern etwas Abwechslung zu bieten, hat sich der haitianische Vorstand entschlossen, unseren Betreuungsgruppen im Rahmen eines kleinen Ferienprogramms einen jeweils dreitägigen Aufenthalt in unserem Wohnheim Camp Perrin in der Nähe der größeren Stadt Les Cayes anzubieten. Dort sind das Jahr über ältere Jugendliche untergebracht, die in Les Cayes weiterführende Schulen bzw. eine Ausbildung absolvieren, jetzt aber auch Ferien haben und solange in unserer Anlage in Beaumont wohnen.

Weil wir zu wenige Mitarbeiter mit Führerschein haben, werde ich mich morgen Nachmittag wieder auf die ca. 50 km lange Strecke machen um die nächste Gruppe nach Camp Perrin zu bringen und dort die Jungs-Gruppe abholen, die ich vorgestern hingefahren habe. Zuvor soll jedoch noch auf dem Markt in Beaumont eine kleine Ziege gekauft werden, die einer unserer Mitglieder bzw. dessen Tochter gespendet haben und zwar dadurch, dass die Tochter auf das ihr eigentlich zugedachte Geschenk zum 40. Geburtstag verzichtet hat. Das hilft uns jetzt weiter bei der Ziegenzucht in unserer Landwirtschaft.

Eindrücke

Die Kinder und Jugendlichen spielen gerne in ihrer Freizeit …




In den Ferien wurden Ausflüge gemacht

In der Landwirtschaft geht es nach dem Hurrican weiter aufwärts.

Die EWB-Studenten aus Karlsruhe bauen weiter für uns und bereiten das Gelände für weitere Baumaßnahmen vor.

Tag für Tag

 

Bericht aus Haiti von Stefan Willeitner 15.08.2018

Auch wenn die EWB aus Karlsruhe noch nicht da sind, gehen bei uns die Bauarbeiten auf dem neuen Gelände trotzdem weiter. Gerade wurde der Pausenhof zwischen den Vorschulgebäuden asphaltiert. Manche Schüler erhalten Zusatzunterricht in Klein- und Großgruppen, um Gelerntes nachzuarbeiten. In der Zyklonzeit fiel ja viel Unterricht aus.

Stefan Willeitner

Protokoll der Jahreshauptversammlung 2018

Protokoll der Jahreshauptversammlung des
Vereins Pwojè men kontre Haiti-Deutschland e.V.
in Wolfach am Samstag, dem 10. März 2018 um 16 Uhr
im katholischen Gemeindehaus Wolfach, Kirchstrasse 16

Die Einladung der Mitglieder erfolgte fristgerecht.

TAGESORDNUNG:

1. Begrüßung

2. Jahresbericht Deutschland 2017

3. Jahresbericht Haiti 2017

4. Kurze Bildpräsentation

5. Kassenbericht 2017

6. Geplante Aktivitäten Deutschland 2017

7. Geplante Aktivitäten Haiti 2017

8. Vorstandswahl

9. Verschiedenes

1. Begrüßung (Sigrid Fridrich)

Frau Fridrich eröffnet die Jahreshauptversammlung und begrüßt die Anwesenden.
Sie begrüßt insbesondere einen Vertreter der Stadt Wolfach sowie die Vertreter der Engineers without borders aus Karlsruhe.
Ihr Dank gilt auch der katholischen Kirchengemeinde Wolfach für die unentgeltliche Nutzung des Gemeindesaales.

Von der Presse sind jeweils ein Vertreter vom Offenburger Tagblatt und vom
Schwarzwälder Boten anwesend. Es sind 22 Mitglieder und 11 Interessierte gekommen.
(Anmerkung: wegen der Länge der Sitzung waren zum Zeitpunkt der Wahlen
TOP 8 nicht mehr alle Mitglieder anwesend).

Als Protokollführer der Jahreshauptversammlung wird einstimmig Stefan Willeitner gewählt, als Wahlleiter für die Vorstandswahl werden Irmela Fritsch und
wenn es zeitlich zu spät wird Georg Lehmann einstimmig gewählt.
Es wird einstimmig beschlossen, dass abweichend von der Satzung die Jahreshaupt-
versammlung 2018 nicht direkt 3 Wochen vor Ostern stattfinden wird, sondern am 16. oder 23. März.

Das Sitzungsprotokoll und der Kassenbericht werden auf der Homepage des
Vereins veröffentlicht.

2. Jahresbericht Deutschland (Lutz Didrichs)

15 Schulen waren für uns aktiv und haben insgesamt 30.000€ gespendet, Vorträge
von Frau Dr. Brügmann gab es an 7 Schulen.

Ein Benefizkonzert mit dem Krankenhauschor fand im März in Schramberg statt.

Die Kreuzsattelhütte wurde zweimal vom Verein bewirtschaftet.
Im Juni fand das Haitifest am Hexenplatz in Oberwolfach statt.

Es gab 4 ganztätige Vorstandssitzungen sowie 2 Arbeitssitzungen mit den EWB.

Es wurden wieder Lebkuchen gebacken und für den Verein verkauft.

– 2 –
3. Jahresbericht Haiti (Dr. Anke Brügmann)

Noch immer kämpft der Verein in Haiti mit den Folgen des Hurricans. Vieles ist
noch provisorisch, weil außer Natur und Gebäuden auch viele schriftliche Unterlagen zerstört wurden.
Das Planungsministerium hat ohne Vorankündigung vielen Hilfsorganisationen
die Gemeinnützigkeit aberkannt, weil sie geforderte Unterlagen nicht rechtzeitig
beibringen konnten. Mittlerweile sind alle Unterlagen auf dem Ministerium und wir warten auf die Anerkennung.
Schwierig gestaltet sich die Buchhaltung, da durch die Beseitigung der Hurrican- schäden und die Bautätigkeit immer mehr Zahlungen erfolgt sind, die abgerechnet und dokumentiert werden müssen.
Der Autokauf im März war für den Verein ein großer Gewinn. Jetzt gibt es ein
zuverlässiges Transportmittel für Kranken- und Materialtransporte und für Ausflüge.
Mit 64 Mitarbeitern sind wir der größte Arbeitgeber in Beaumont. 5 davon sind ehe-
malige Waisenkinder. 3/4 der Angestellten sind Frauen.

Im Waisenhaus sind 75 Kinder und Jugendliche untergebracht, davon 43% Jungs.
11 sind in der Kinderkrippe, 35 in Kindergarten und Schule, 15 im örtlichen
Gymnasium, 10 in einem besseren Gymnasium in Camp Perrin, 8 sind in der
Berufsausbildung, darunter 5 extern. 4 unserer Jungendlichen bereiten sich auf den Hauptschulabschluss vor, einer aufs Abitur. 10 unserer Kinder sind behindert
oder chronisch krank.

Unsere Sozialwohnungen werden nach und nach renoviert.
Es gibt externe Hilfe für Familien in Not, v.a. bei Krankheit.
Jugendliche werden in der Ausbildung finanziell unterstützt.

In der Schule ist es schwierig, das Niveau zu halten, weil durch den Hurrican viele
Unterrichtsstunden nicht erteilt werden konnten. Wieder sind einige gute Lehrer
kurzfristig abgesprungen und mussten schnell durch Lehrer 2. Wahl ersetzt werden.
Zusammen mit der Kinderkrippe werden etwa 280 Schüler unterrichtet. Das teilt sich auf in Kinderkrippe, 4 Vorschulklassen, die Klassen 1 – 4 zweizügig, die Klassen
5 und 6 einzügig. Es mussten über 100 Schüler abgelehnt werden.
Die Hälfte der Klassen wird am neuen Standort unterrichtet, allerdings sind sie dort erstmal nur provisorisch untergebracht.

In der Landwirtschaft ist die Ernte nur gering, weil nach dem Hurrican nichts mehr stand. Die Ernte trägt aber zur qualitativen Verbesserung der Ernährung bei.
Obst und Gemüse sind auf dem Markt mittlerweile teurer als Fleisch.
Der Agrartechniker wurde zum Jahresende entlassen, weil er nichts organisieren kann.
Es wurde eine 9 ha kahle Bergfläche erworben. Die Aufforstung dort kommt gut voran.
– 3 –
Die medizinische Arbeit ist sehr aufwändig. Es werden nur externe Notfälle be-
handelt, aber es warten immer sehr viele Patienten auf Hilfe, weil es keine rich-
tige ärztliche Versorgung gibt.

4. Kurze Bildpräsentation (Dr. Anke Brügmann, Maren Mistele (EWB))

Frau Dr. Brügmann zeigt Bilder aus den unterschiedlichen Bereichen der Vereins-
aktivitäten in Haiti. Sie lobt die Arbeit der engineers without borders, die auf dem neuen Vereinsgelände weitergebaut haben.
Maren Mistele zeigt anhand ihrer Bilder die Baufortschritte, die seit der letzten
Jahreshauptversammlung gemacht wurden. Nenen den 27 Studenten, die in Haiti
aktiv waren, gibt es eine Gruppe von 60 Mitgliedern in Deutschland, die die Bauarbeiten vorplanen.

5. Kassenbericht 2016 (Ingrid Bräutigam, Dr. Anke Brügmann)

a) Kassenbericht Deutschland (Ingrid Bräutigam)

Ingrid Bräutigam erläutert die deutsche Kasse. Weil der Verein ehrenamtlich aufgebaut ist, geht das allermeiste Geld nach Haiti. Nur ein kleiner Bruchteil der
Einnahmen wird für Verwaltung und Flüge verwendet.
Die genauen Zahlen entnehmen Sie bitte dem detaillierten Kassenbericht.

b) Kassenbericht Haiti (Dr. Anke Brügmann)

Frau Dr. Brügmann erklärt das Prinzip der verschiedenen haitianischen Kassen.
Gerechnet werden muss mit vier verschiedenen Währungen (Euro, US-Dollar,
haitianische Dollar und haitianische Gourdes). Der bessere Wechselkurs fängt höhere Ausgaben in Haiti wieder auf. Wir zahlen dadurch nicht mehr in Euro.
Auch hier wird auf den detaillierten Kassenbericht verwiesen.

c) Bericht Kassenprüfung (Gerhard Hansert)

Die Kasse wurde sehr sorgfältig von Gerhard Hansert geprüft. Herr Echle konnte
krankheitsbedingt nicht dabei sein.
Es lagen neben den Kassenberichten die Kontoauszüge sowie Quittungen und Rech-
nungsbelege aus Deutschland und Haiti vor. Die Stichproben ergaben keine Bean-standungen. Daher wurde die Entlastung des Vorstands vorgeschlagen. Diese
wurde von der Versammlung bei Enthaltung des Vorstandes und zwei weiteren Enthaltungen angenommen.

– 4 –
6. Geplante Aktivitäten Deutschland 2018 (Stefan Willeitner)

Wenn die Gemeinnützigkeit des Vereins offiziell anerkannt ist, soll der fertig ge-
packte Container auf die Reise geschickt werden.

Es wird wieder Vorträge an Schulen geben.

Im Frühjahr ist ein Benefizkonzert im Blauen Saal in Wolfach geplant.

Am Pfingstsonntag wird die Kreuzsattelhütte vom Verein bewirtschaftet.
Im Juni wird es auf dem Hexenplatz wieder ein Vereinsfest geben.

Ein Lebkuchenteam wird wahrscheinlich wieder Lebkuchen backen und für den Verein verkaufen.

Neben den Vorstandssitzungen finden auch wieder Arbeitssitzungen mit den EWB statt.

7. Geplante Aktivitäten Haiti 2017 (Jörg Wulle)

Alle Kräfte werden auf den Neubau konzentriert, um den Umzug voranzutreiben.
Vorher können keine neuen Projekte in Angriff genommen werden.

Frau Dr. Brügmann wird wieder viermal nach Haiti reisen und damit über 7 Monate vor Ort sein. Außerdem werden Jörg Wulle zweimal und Stefan Willeitner nach
Haiti kommen.

8. Vorstandswahl

Der Wahlleiter Georg Lehmann stellt fest, dass bei keinem Wahlgang eine geheime Wahl gewünscht wird bei Zustimmung aller Mitglieder.

Nach der Vorstellung der Kandidaten werden die Wahlen durchgeführt.

Die erste und zweite Vorsitzende, die Kassenwartin und der Schriftführer werden
einzeln gewählt, die Beisitzer gemeinsam. Die Wahlen wurden ordnungsgemäß
durchgeführt. In den Vorstand gewählt wurden:

1. Vorsitzende Dr. Anke Brügmann, Ärztin
St. Roman 1b, 77709 Wolfach

2. Vorsitzende Sigrid Fridrich, Rechtsanwältin
Zehntscheuerweg 5, 72070 Tübingen

Kassenwartin Ingrid Bräutigam, Betriebswirtin
Unterwöhrlehofweg 18
77709 Wolfach

Schriftführer Stefan Willeitner, Lehrer
Lupinenweg 6,
74629 Pfedelbach

Beisitzer Dr. Gerd Brügmann, Chemiker
Taubenstr. 32, 72108 Rottenburg

Lutz Diedrichs,
Talstr. 78, 77709 Wolfach

Gabriele Kinle, Lehrerin
Paula Hollenwegerstr. 35, 79379 Müllheim

Jörg Wulle, Verwaltungsbeamter
Völkerweg 7, 72072 Tübingen

Alle gewählten Vorstandsmitglieder nehmen die Wahl an.

Zu Kassenprüfern werden Herr Hansert und Herr Echle gewählt.

Genaue Angaben zu den Wahlen finden sich im gesonderten Wahlprotokoll, das dem
Original des Protokolls der JHV angeheftet ist.

9. Verschiedenes (Gabriele Kinle)

Nachdem es keine weiteren Fragen gibt dankt Gabriele Kinle allen Teilnehmern für ihr Kommen und schließt die Sitzung um 19.20 Uhr.

Dr. Anke Brügmann Stefan Willeitner
1. Vorsitzende Protokollführer

Zu Ostern ein Ei

Am Gründonnerstag haben unsere Schüler wieder Lebensmittelpakete für je umgerechnet etwa 7 Euro für die Osterferien bekommen. In den Osterferien gibt es keine Kantine, deswegen müssten viele über die Feiertage hungern. Diesmal hatten wir zum ersten Mal ein Ei dabei. Das ist für die Schüler etwas ganz besonderes, was sonst nicht erschwinglich ist, aber man kann sich vorstellen, wieviel jeder in einer vielköpfigen Familie von dem Rührei bekommt. Wir haben nach Abzug der Waisenhauskinder 331 Pakete gepackt. Nach dem Wirbelsturm 2016 hat sich die Lage in der Landwirtschaft noch lange nicht erholt. Viele unserer Schüler leiden unter Eiweiß- und Vitaminmangel.

Jahreshauptversammlung 2018


Pwojè men kontre e.V., Dr. Anke Brügmann,
St. Roman 1 B, 77709 Wolfach
Einladung zur Jahreshauptversammlung am Samstag, den 10. März 2018
um 16 Uhr im katholischen Gemeindehaus, Kirchstr.16, in Wolfach
(bei der katholischen Kirche, Richtung Oberwolfach)
Achtung! Anderer Veranstaltungsort als bei den letzten Versammlungen!


Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Jahresbericht Deutschland 2017
3. Jahresbericht Haiti 2017
4. Kurze Bildpräsentation
5. Kassenbericht 2017
6. Geplante Aktivitäten Deutschland 2018
7. Geplante Aktivitäten Haiti 2018
8. Vorstandswahl
9. Verschiedenes
Wir möchten Sie über unsere Aktivitäten im Jahr 2017 informieren und laden Sie herzlich zu unserer Jahreshauptversammlung ein. Wir würden uns freuen, wenn auch diesmal wieder viele Interessierte kommen würden.
Das Protokoll der Versammlung können Sie anschließend bei uns anfordern oder im Internet nachlesen.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Herzliche Grüße
Dr. Anke Brügmann

Weihnachten 2017

Weihnachten im Waisenhaus

Weihnachten ist ein wichtiges Fest für unsere Waisenkinder. Leider habe ich von diesem Jahr noch keine Bilder, aber letztes Jahr war ich in Haiti und kann so doch einen Eindruck geben.

In vielen armen Familien auf dem Lande gibt es kein Weihnachten, die Kinder wissen gar nicht, was das ist, obwohl sich praktisch alle als Christen bezeichnen. Für ein besonderes Essen oder Geschenke fehlt das Geld, ein Christbaum ist sowieso in den Tropen keine Tradition. Wer die Möglichkeit hat, geht in die Kirche, aber wer nichts Ordentliches zum Anziehen hat, traut sich oft nicht.

In den bürgerlichen Familien, steht schon seit November ein künstlicher Christbaum im Wohnzimmer, blinkt in allen Farben bunter Lichterketten und jault oft noch schief und grell die Jingle-bells-Melodie. Am ehesten spricht und singt man noch vom Weihnachtsmann (Tonton Nwèl). Da es zu Weihnachten zwar kühl aber nicht kalt ist, sind viele draußen. Wer Zugang zu der Stadt Beaumont hat, genießt das Treiben auf den Straßen. Es wird überall laute Discomusik gespielt und getanzt. Das ist alles sehr laut, fröhlich und bunt.

Bei uns im Waisenhaus ist das etwas anders. Wir haben natürlich einen Christbaum, letztes Jahr eine kleine Kiefer, sonst meistens eine Kasuarine, die in einen sandgefüllten Eimer gesteckt wird. Die Dekoration ist bunt und glitzernd, Luftballons sind absolut obligat, aber einige Kinder haben auch schon gelernt aus deutschem Goldpapier deutsche Sterne zu basteln. Und auf dem Baum brennen ein paar echte Christbaumkerzen.

Ein besonderer Spaß sind die Wunderkerzen, die nicht erst  zu Silvester vorkommen.

Neben dem Christbaum steht die Krippe, in einer tropischen Vegetation, und damit lässt sich den Kindern tatsächlich am besten die Weihnachtsgeschichte erklären.

Am heiligen Abend zogen die Kinder in den dunklen Saal ein und sangen „Ti pitit la kouche nan krèch la, ann ale.“ (Das kleine Kind liegt in der Krippe, lasst uns gehen.) An diesem Tag gibt es noch keine Bescherung. Es wird die Weihnachtsgeschichte gelesen getanzt, gespielt und gesungen. Die größeren kriegen mit ein bisschen Üben ein paar Lieder sogar vierstimmig hin, ich habe einiges ins Kreolische übersetzt.

Das Krippenspiel im letzten Jahr versetzte die Weihnachtsgeschichte nach Haiti. Maria und Josef waren keine Reisenden, sondern Zyklonopfer, die in einem Unterstand aus zerrissenen Wellblechen hausten. Die Hirten brachten ihnen eine Plastikplane mit, damit sie nicht nass werden. Und da es uns nie an Babys im Waisenhaus fehlt, war auch das Christkind echt.

Das typische Essen zu heilig Abend ist pate, ein heißes Gebäck, das zur Feier des Tages mit Fisch oder Fleisch gefüllt ist.

Zum Abschluss gehen die Größeren zur Christmette, eine Veranstaltung die mehrere Stunden dauert.

Am 25. Dezember ist das eigentliche Weihnachtsfest. Nach der Kirche am Morgen treffen sich alle zum gemeinsamen Festessen, alle Gruppen zusammengefasst, auch Ehemalige sind eingeladen, externe Patenkinder, und ein paar besonders Bedürftige. Das Essen ist etwas ganz Besonderes, auf das sich jeder freut. Am Nachmittag gibt es dann Gruppenspiele, bei denen alle mitmachen. Auch die Großen kann man noch mit Topfschlagen begeistern. Wenn es dämmert, gibt es dann noch mal ein ähnliches Weihnachtsprogramm wie an Heilig Abend. Jetzt aber kommt endlich die Bescherung: Da wir uns kein Geschenkpapier leisten können, haben wir die Geschenke in die Plastikwaschschüsseln gepackt, die die Kinder sowieso dringend brauchten. Weihnachten wird vor allem genutzt, etwas Schönes zum Anziehen zu kaufen. Das ist allen sehr wichtig. Die Großen haben sich ihre Sachen selber ausgesucht. Im Advent organisieren wir immer eine Fahrt mit einem Kleinlaster nach Les Cayes, das ist ein seltener und schöner Ausflug für die Jugendlichen und sie können sich etwas aussuchen, was ihnen wirklich gefällt und passt. Auch die Kleineren bekommen etwas zum Anziehen aber zusätzlich noch ein Spielzeug. Leider ist das Spielzeug, das ich in Haiti zu kaufen bekomme, so minderwertig, dass alles schnell wieder kaputt geht. Zu Ostern ist meistens nichts mehr davon da. Trotzdem sind die Kleinen eine Weile selig mit ihren Puppen und Spielzeugautos.

Falls ich in Deutschland bin, skype ich an den Weihnachtstagen die halbe Nacht mit den Kindern. Bis alle, die mit mir reden vollen, durch sind, ist es durch die Zeitverschiebung meist nach 3 Uhr, und es ist sehr schön, mit allen sprechen zu können.

Christbaum und Krippe

Christbaum und Krippe

Heilig Abend in Fontrankil

Heilig Abend in Fontrankil

Christbaum

Christbaum

Lucsay, David, Erik und Anderson bestaunen die Krippe

Lucsay, David, Erik und Anderson bestaunen die Krippe

Tanzspiele mit Sonie

Tanzspiele mit Sonie

Joseph Maria und das Kind (Guichard, Lucie und Noé)

Joseph Maria und das Kind (Guichard, Lucie und Noé)

Fabrina als Engel

Fabrina als Engel

Die Könige werden eingekleidet, Pierre-Michel, Ancela und Rhusson

Die Könige werden eingekleidet, Pierre-Michel, Ancela und Rhusson

Bescherung

Bescherung

Die Großen haben sich ihr Geschenk selber in der S

Die Großen haben sich ihr Geschenk selber in der S

Dieuné mit Geschenk

Dieuné mit Geschenk