Umwelt
In den letzten Jahren war Haiti nicht nur durch seine politischen Ereignisse
sondern auch durch seine Naturkatastrophen mehrfach in den Schlagzeilen. Im
Mai 2004 gab es schwere Überschwemmungen mit Schlammlawinen an der Grenze zur
dominikanischen Republik, im September verwüstete der Wirbelsturm Jeanne die
Gegend um Gonaives. Tausende von Menschen starben, viele wurden obdachlos oder
mußten hungern, weil sie durch zerstörte Straßen von der Lebensmittelzufuhr
abgeschnitten waren. Bei diesen Naturkatastrophen spielt die Abholzung der
tropischen Bergwälder mit nachfolgender Bodenerosion eine nicht unerhebliche
Rolle. Bei tropischen Regengüssen stürzen Wasser und Schlamm ungehindert ins
Tal, führen dort zu Überschwemmungen und lassen auf den Bergen nackte, nicht
mehr bebaubare Felsen zurück. Trotz einiger Aufforstungsprojekte geht die
Zerstörung weiter, solange der größte Teil der Bevölkerung auf Holzkohle
zum Kochen angewiesen ist.
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